Eine Zahl, die du wiegen solltest, gibt es nicht. Für Erwachsene gibt es einen Bereich: Ein BMI von 18,5 bis 24,9 gilt als Normalgewicht, bei 168 cm sind das 52,2 bis 70,3 kg. Deinen Wert berechnet der BMI-Rechner aus Größe und Gewicht.
Dein Gewicht einordnen in vier Schritten
Die Frage „Ist mein Gewicht normal?“ lässt sich besser beantworten als „Wie viel sollte ich wiegen?“. Gehe dazu diese vier Punkte durch.
- BMI bestimmen. Rechne Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat, so beschreibt es die WHO. Den Rechenweg zeigt der Ratgeber BMI berechnen.
- Taille messen. Ab einem BMI von 25 rät die Deutsche Adipositas-Gesellschaft, immer auch die Taille zu messen. Die ABDA nennt ein erhöhtes Risiko ab 80 cm bei Frauen und ab 94 cm bei Männern, ein deutlich erhöhtes ab 88 und 102 cm.
- Verlauf ansehen. Hat sich dein Gewicht in letzter Zeit verändert, ohne dass du das wolltest? Das kann mehr sagen als der Stand von heute.
- Weitere Werte dazunehmen. Blutdruck, Blutzucker und Blutfette stehen in keiner Gewichtstabelle. Sie sind aber Teil des Bildes.
Wie viel darfst du bei deiner Größe wiegen?
„Darf“ ist hier das falsche Wort, denn niemand legt ein erlaubtes Gewicht fest. Die Tabelle zeigt nur, in welche Klasse der WHO-Einteilung ein Gewicht fällt. Sie gilt für Erwachsene über 20 Jahre.
| Größe | Untergewicht | Normalgewicht | Präadipositas | Adipositas |
|---|---|---|---|---|
| 150 cm | unter 41,6 kg | 41,6 bis 56,0 kg | 56,3 bis 67,3 kg | ab 67,5 kg |
| 155 cm | unter 44,4 kg | 44,4 bis 59,8 kg | 60,1 bis 71,8 kg | ab 72,1 kg |
| 160 cm | unter 47,4 kg | 47,4 bis 63,7 kg | 64,0 bis 76,5 kg | ab 76,8 kg |
| 165 cm | unter 50,4 kg | 50,4 bis 67,8 kg | 68,1 bis 81,4 kg | ab 81,7 kg |
| 168 cm | unter 52,2 kg | 52,2 bis 70,3 kg | 70,6 bis 84,4 kg | ab 84,7 kg |
| 170 cm | unter 53,5 kg | 53,5 bis 72,0 kg | 72,3 bis 86,4 kg | ab 86,7 kg |
| 175 cm | unter 56,7 kg | 56,7 bis 76,3 kg | 76,6 bis 91,6 kg | ab 91,9 kg |
| 180 cm | unter 59,9 kg | 59,9 bis 80,7 kg | 81,0 bis 96,9 kg | ab 97,2 kg |
| 185 cm | unter 63,3 kg | 63,3 bis 85,2 kg | 85,6 bis 102,3 kg | ab 102,7 kg |
| 190 cm | unter 66,8 kg | 66,8 bis 89,9 kg | 90,3 bis 107,9 kg | ab 108,3 kg |
Fehlt deine Größe, rechnest du die Grenzen selbst aus: Größe in Metern mal Größe in Metern, dann mal 18,5 und mal 24,9. Bei 1,72 m ergibt 1,72 × 1,72 × 18,5 rund 54,7 kg und 1,72 × 1,72 × 24,9 rund 73,7 kg.
Die Tabelle führt keine getrennten Werte für Frauen und Männer. Ausführlichere Tabellen stehen in den Ratgebern BMI-Tabelle und, nach Geschlecht aufbereitet, Idealgewicht Frau und Idealgewicht Mann. Einen besten Wert innerhalb des Normalbereichs nennt die Einteilung nicht.
Rechenbeispiel: dreimal 168 cm
Drei Erwachsene sind 168 cm groß und wiegen unterschiedlich viel. Die Rechnung lautet jeweils: Gewicht geteilt durch 1,68 × 1,68.
| Gewicht | BMI | Klasse | Was als Nächstes hilft |
|---|---|---|---|
| 62 kg | 22,0 | Normalgewicht | Verlauf und weitere Werte ansehen |
| 70 kg | 24,8 | Normalgewicht | Verlauf und weitere Werte ansehen |
| 75 kg | 26,6 | Präadipositas | Taille messen, dann weitersehen |
Zwischen der zweiten und dritten Person liegen 5 kg, und doch fallen sie in verschiedene Klassen. Das zeigt, wie grob solche Grenzen sind. Eine Grenze markiert keinen Sprung im Körper, sondern eine Linie in einer Tabelle. Mit 70 kg bist du nicht automatisch gesünder als mit 71 kg. Lass dich von einem Wert knapp über oder unter einer Linie deshalb nicht verrückt machen. Umgekehrt kann auch ein Wert mitten im Normalbereich eine auffällige Taille verdecken, denn wo das Fett sitzt, zeigt der BMI nicht.
Normal heißt nicht häufig
Das Wort „normal“ führt leicht in die Irre. In der Tabelle bezeichnet es eine Kategorie, keinen Durchschnitt. Laut RKI haben 53,5 % der Erwachsenen in Deutschland Übergewicht, Adipositas eingerechnet, und das nach eigenen Angaben. Wer über dem Normalbereich liegt, gehört also zur Mehrheit. Wer darin liegt, ist nicht automatisch im Vorteil, denn der BMI rechnet nur aus Größe und Gewicht. Fett und Muskeln kommen darin nicht vor. Was der Bereich genau bedeutet, erklärt der Ratgeber Normalgewicht.
Wann die Rechnung nicht passt
Für einige Gruppen sagt die Tabelle wenig oder nichts aus:
- Kinder und Jugendliche: Die Erwachsenenwerte gelten nicht. Die DGE empfiehlt Perzentilen nach Alter und Geschlecht, weil das Wachstum noch nicht abgeschlossen ist. Die Einordnung gehört in die Kinder- und Jugendarztpraxis.
- Schwangere: Die WHO spricht in der Schwangerschaft von einer angemessenen Gewichtszunahme. Die Tabelle hilft dann nicht weiter.
- Sehr muskulöse Menschen: Der BMI kann hoch sein, obwohl wenig Fett da ist. Mehr dazu unter BMI bei Sportlern.
- Menschen ab 65: In einer Metaanalyse war Übergewicht in dieser Gruppe nicht mit einem höheren Sterberisiko verbunden, ein BMI unter 23 dagegen schon.
Warum dein Gewicht von heute nur die halbe Antwort ist
Wer wissen will, ob sein Gewicht passt, fragt eigentlich etwas anderes: Bin ich gesund? Das beantwortet keine Waage. Eine Antwort entsteht erst, wenn du dein Gewicht neben Blutdruck, Blutzucker und Blutfette legst und siehst, wie sich alles über die Jahre verändert hat.
Dafür brauchst du alte Befunde, und die liegen meist in verschiedenen Praxen. Sie zusammenzusuchen dauert, weil jede Praxis einzeln angefragt werden muss. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Befunde vom Arzt anfordern. Liegt alles in deinem Health Profile, hast du beim nächsten Praxisbesuch den Verlauf zur Hand.

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.
- Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
- Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
- Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
- Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.
Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.
Befunde anfordern lassenWann du mit einer Praxis sprechen solltest
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn du ungewollt abnimmst oder zunimmst, wenn dein BMI unter 18,5 oder ab 30 liegt oder du wegen der Einordnung unsicher bist. Das gilt auch, wenn Gedanken an Gewicht, Essen oder die Waage deinen Alltag bestimmen. Dann ist nicht die Zahl die Frage, sondern wie es dir damit geht, und die Hausarztpraxis ist eine gute erste Anlaufstelle. Einen festen Anlass bieten auch die Vorsorgeuntersuchungen nach Alter.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich bei 160 cm wiegen?
Ein erlaubtes Gewicht gibt es nicht. Der Normalbereich liegt bei 160 cm zwischen 47,4 und 63,7 kg. Ab 64,0 kg beginnt rechnerisch Präadipositas. Mehr dazu im Ratgeber Gewicht bei 160 cm.
Wie viel darf ich bei 168 cm wiegen?
Auch hier gibt es nur einen Bereich: 52,2 bis 70,3 kg entsprechen einem BMI von 18,5 bis 24,9. Das ist eine Einordnung und kein Grenzwert, den du einhalten musst.
Wie kann ich testen, ob mein Gewicht normal ist?
Trage Größe und Gewicht in den BMI-Rechner ein und vergleiche das Ergebnis mit der Einteilung. Liegt dein BMI bei 25 oder höher, miss zusätzlich die Taille.
Gilt die Tabelle auch für Jugendliche?
Nein. Sie gilt für Erwachsene. Bei Kindern und Jugendlichen wird nach Alter und Geschlecht über Perzentilen eingeordnet, weil das Wachstum noch nicht abgeschlossen ist. Eltern besprechen das am besten in der Kinder- und Jugendarztpraxis.
Quellen
- WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
- WHO: Obesity and overweight (Fact Sheet)
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Übergewicht und Adipositas
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
- ABDA: Bestimmung von Body-Mass-Index und Körperfettverteilung, Standardarbeitsanweisung für die Apotheke (Stand 02.2017)
- Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
- Winter et al.: BMI and all-cause mortality in older adults, a meta-analysis, Am J Clin Nutr 2014
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