Ein Idealgewicht für Frauen gibt es nicht als einzelne Zahl. Eingeordnet wird das Gewicht über den Normalbereich, also einen BMI von 18,5 bis 24,9, und der umfasst je nach Größe rund 14 bis 21 kg. Deinen Wert zeigt dir der BMI-Rechner.
Idealgewicht Frau: Tabelle nach Größe
Die Tabelle zeigt den Bereich für BMI 18,5 bis 24,9 und wie weit er auseinanderliegt. Sie ist für Erwachsene gedacht und führt keine eigenen Werte für Frauen, denn die WHO-Einteilung trennt nicht nach Geschlecht.
| Körpergröße | Normalbereich | Spanne |
|---|---|---|
| 150 cm | 41,6 bis 56,0 kg | 14,4 kg |
| 155 cm | 44,4 bis 59,8 kg | 15,4 kg |
| 158 cm | 46,2 bis 62,2 kg | 16,0 kg |
| 160 cm | 47,4 bis 63,7 kg | 16,3 kg |
| 162 cm | 48,6 bis 65,3 kg | 16,7 kg |
| 165 cm | 50,4 bis 67,8 kg | 17,4 kg |
| 168 cm | 52,2 bis 70,3 kg | 18,1 kg |
| 170 cm | 53,5 bis 72,0 kg | 18,5 kg |
| 172 cm | 54,7 bis 73,7 kg | 19,0 kg |
| 175 cm | 56,7 bis 76,3 kg | 19,6 kg |
| 178 cm | 58,6 bis 78,9 kg | 20,3 kg |
| 180 cm | 59,9 bis 80,7 kg | 20,8 kg |
Die Spanne ist die eigentliche Botschaft. Zwei Frauen mit 170 cm können rund 18,5 kg auseinanderliegen und beide im Normalbereich sein. Die Einteilung nennt keinen besten Punkt in diesem Bereich, und die Tabelle ist keine Zielvorgabe. Warum der Bereich so breit ist, erklärt die Formel: Der BMI rechnet nur aus Größe und Gewicht. Fett und Muskeln kommen darin nicht vor. Eine zierliche Frau und eine gleich große, gleich schwere Frau, die regelmäßig Kraft trainiert, stehen in derselben Zeile, obwohl ihre Körper verschieden zusammengesetzt sind. Wie sich das trennen lässt, zeigt der Ratgeber Körperzusammensetzung messen.
Einzelne Größen besprechen wir ausführlicher: 160 cm, 165 cm und 170 cm.
Warum alte Formeln bei Frauen besonders danebenliegen
Eine alte Faustregel ist die Broca-Formel: Körpergröße in Zentimetern minus 100. Für Frauen zog man davon 15 % ab, so steht es in einem Lehrskript der Charité von 2006.
Das Ergebnis wirkt präzise, drückt aber nach unten. Umgerechnet entspricht es bei 160 cm einem BMI von 19,9 und bei 150 cm einem BMI von 18,9. Das liegt am unteren Rand des Normalbereichs. In der Lancet-Auswertung mit fast 4 Millionen Menschen, Frauen und Männer zusammengenommen, war das Sterberisiko bei BMI 18,5 bis unter 20 um rund 13 % höher als bei 22,5 bis unter 25. Zwischen 20 und unter 25 lag es praktisch gleich. Das sind Gruppenwerte, kein Urteil über einzelne Frauen. Sie sprechen aber dagegen, den Rand des Bereichs als Ideal zu bezeichnen. Warum die Formel insgesamt nicht trägt, erklärt der Überblick zum Idealgewicht.
Gibt es eine Tabelle nach Alter?
Nach Tabellen mit Altersspalten wird oft gesucht. In der WHO-Einteilung gibt es das für Erwachsene nicht: Die WHO Europe nennt ihre Klassen für Erwachsene über 20 Jahre ohne Altersstufen. Getrennt nach Alter und Geschlecht wird erst bei Kindern und Jugendlichen.
Das Alter spielt trotzdem eine Rolle, vor allem am unteren Ende:
- In einer Metaanalyse mit knapp 198.000 Menschen ab 65 Jahren war Übergewicht nicht mit einem höheren Sterberisiko verbunden. Unter einem BMI von 23 stieg das Risiko dagegen. Die Forschenden raten deshalb, das Gewicht in dieser Gruppe im Blick zu behalten und Ursachen einer Abnahme früh abzuklären.
- Auch in der Diagnostik von Mangelernährung verschiebt sich die Grenze. Die internationalen GLIM-Kriterien werten ab 70 Jahren einen BMI unter 22 als niedrig, unter 70 Jahren liegt die Schwelle bei 20. Für eine Diagnose braucht es aber immer noch ein zweites Kriterium.
Für ältere Frauen heißt das: Ein niedriger Wert ist kein Ziel an sich. Wichtiger ist, ob sich das Gewicht ungewollt verändert. Mehr dazu liest du im Ratgeber BMI bei Frauen ab 60.
Was sich rund um die Wechseljahre verschiebt
Rund um die Wechseljahre kann sich die Verteilung des Körperfetts ändern. Eine US-Studie mit 380 Frauen zeigte, dass das Fett im Bauchraum im Übergang zur Menopause zunahm. Eine Gewichtstabelle bekommt davon nichts mit.
Ein einfacher Anhaltspunkt ist die Taille. Die ABDA nennt für Frauen ein erhöhtes Risiko ab 80 cm und ein deutlich erhöhtes ab 88 cm. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft rät, ab einem BMI von 25 immer auch die Taille zu messen. Ganz exakt ist auch dieses Maß nicht: Körperbau und Alter berücksichtigt es laut gesundheitsinformation.de nicht, und die genannte US-Studie beschreibt den Umfang als weniger empfindlich für Änderungen der Fettverteilung. Wie du richtig misst, steht im Ratgeber zum Taillenumfang.
Warum eine Zahl auf der Waage selten die ganze Antwort ist
Mit dem Alter steigt der Anteil der Frauen mit Übergewicht. Laut RKI lag er 2019/2020 insgesamt bei 46,6 %, eingerechnet Adipositas. Die Zahl beschreibt die Bevölkerung, nicht dich. Für dich zählt, wie sich dein Gewicht verändert hat und was parallel mit deinen anderen Werten passiert ist.
Blutdruck, Blutzucker und Blutfette aus zehn Jahren erzählen mehr als eine Messung von heute. Nur liegen sie oft bei Hausärztin, Gynäkologin und anderen Praxen verteilt. In einem Health Profile siehst du solche Werte nebeneinander. Den ersten Schritt beschreibt der Ratgeber Laborwerte vom Arzt bekommen.

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.
- Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
- Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
- Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
- Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.
Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.
Befunde anfordern lassenWann du mit einer Praxis sprechen solltest
Lass es abklären, wenn du ungewollt abnimmst, wenn dein Gewicht ohne erkennbaren Grund stark zunimmt oder dein BMI unter 18,5 oder ab 30 liegt. Auch wenn dich die Frage nach dem richtigen Gewicht stark beschäftigt, ist die Hausarztpraxis eine gute erste Adresse. Für Mädchen unter 18 gilt die Tabelle nicht: Sie werden über Perzentilen eingeordnet.
Häufige Fragen
Was ist das Idealgewicht einer Frau mit 165 cm?
Eine einzelne ideale Zahl gibt es nicht. Der Normalbereich liegt bei 165 cm zwischen 50,4 und 67,8 kg. Mehr zu dieser Größe steht im Ratgeber Gewicht bei 165 cm.
Gibt es eine Idealgewicht-Tabelle nach Alter für Frauen?
Die WHO-Einteilung für Erwachsene über 20 Jahre führt keine Altersstufen. Altersabhängige Vorschläge gab es, die WHO-Einteilung hat sie aber nicht übernommen.
Was gilt für Frauen über 60?
Die Grenzen der Tabelle bleiben gleich. Eine Metaanalyse mit Menschen ab 65 fand aber bei einem BMI unter 23 ein höheres Sterberisiko. Ungewollte Gewichtsabnahme im Alter gehört deshalb in die Praxis.
Gilt das auch in der Schwangerschaft?
Nein. Die Tabelle hilft dir dann nicht weiter, weil du in der Schwangerschaft zunimmst. Die WHO spricht von einer angemessenen Zunahme. Was für dich passt, klärst du in der Vorsorge.
Warum wird bei Frauen 15 Prozent von Broca abgezogen?
Ein Lehrskript der Charité von 2006 nennt diesen Abschlag, eine Herleitung steht dort nicht.
Quellen
- WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
- WHO: Obesity and overweight (Fact Sheet)
- Koralewski (Charité): Körperzusammensetzung und Energiehaushalt, Lehrskript Bioinformatik SS 2006
- The Global BMI Mortality Collaboration: Body-mass index and all-cause mortality, Lancet 2016
- Winter et al.: BMI and all-cause mortality in older adults, a meta-analysis, Am J Clin Nutr 2014
- Cederholm et al.: GLIM criteria for the diagnosis of malnutrition, J Cachexia Sarcopenia Muscle 2019
- Greendale et al.: Changes in Regional Fat Distribution and Anthropometric Measures Across the Menopause Transition, J Clin Endocrinol Metab 2021
- ABDA: Bestimmung von Body-Mass-Index und Körperfettverteilung, Standardarbeitsanweisung für die Apotheke (Stand 02.2017)
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
- gesundheitsinformation.de (IQWiG): Starkes Übergewicht (Adipositas)
- Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
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