Den BMI berechnest du, indem du dein Gewicht in Kilogramm durch deine Körpergröße in Metern zum Quadrat teilst. Bei 82 kg und 1,76 m ergibt das einen BMI von 26,5. Ohne eigenes Rechnen geht es mit unserem BMI-Rechner.
Die BMI-Formel
BMI steht für Body-Mass-Index. Der Wert setzt Körpergröße und Körpergewicht ins Verhältnis. Die WHO nennt dafür diese Formel:
BMI = Gewicht in kg ÷ (Größe in m × Größe in m)
Das Ergebnis hat die Einheit kg/m². Meist lässt man sie weg und sagt einfach „BMI 26,5“. Mehr als diese zwei Messwerte gehen nicht in die Rechnung ein.
Der Rechenweg in drei Schritten
Nehmen wir 82 kg und 176 cm.
- Größe in Meter umrechnen: 176 cm sind 1,76 m.
- Größe mit sich selbst malnehmen: 1,76 × 1,76 = 3,0976.
- Gewicht durch dieses Ergebnis teilen: 82 ÷ 3,0976 = 26,47.
Gerundet ist das ein BMI von 26,5.
Am Taschenrechner geht es kürzer: Teile das Gewicht zweimal hintereinander durch die Größe in Metern. Also 82 ÷ 1,76 ÷ 1,76. Du landest bei derselben Zahl und musst nichts zwischenspeichern.
Vier Beispiele durchgerechnet
Die Einteilung in der letzten Spalte folgt der WHO Europe.
| Gewicht | Größe | Größe zum Quadrat | BMI | Einteilung |
|---|---|---|---|---|
| 58 kg | 1,63 m | 2,6569 | 21,8 | Normalgewicht |
| 74 kg | 1,72 m | 2,9584 | 25,0 | Präadipositas |
| 82 kg | 1,76 m | 3,0976 | 26,5 | Präadipositas |
| 104 kg | 1,78 m | 3,1684 | 32,8 | Adipositas Grad I |
Frauen und Männer rechnen gleich. Wer „BMI berechnen Frau“ sucht, findet keine andere Formel. Die Unterschiede liegen in der Einordnung, zum Beispiel beim Taillenumfang. Das erklärt unser Ratgeber zum BMI bei Frauen.
Typische Rechenfehler
Drei Fehler sind typisch.
- Zentimeter statt Meter: 82 ÷ (176 × 176) ergibt 0,0026. Ein Wert hinter der Null ist nie ein BMI. Rechne die Größe in Meter um, oder nimm das Ergebnis mal 10.000.
- Nur einmal geteilt: 82 ÷ 1,76 ergibt 46,6. Das sieht wie ein BMI aus, ist aber keiner, denn die Größe zählt in der Formel doppelt.
- Zu früh gerundet: Rundest du 2,9584 aus dem zweiten Beispiel auf 3, kommt 74 ÷ 3 = 24,7 heraus statt 25,0. Das ist eine andere Zeile der Tabelle. Runde deshalb erst am Ende.
Knappe Ergebnisse sind kein Fehler. In der WHO-Tabelle endet das Normalgewicht bei 24,9, und die nächste Stufe beginnt bei 25,0. Das Robert Koch-Institut schreibt denselben Bereich als 18,5 bis unter 25. Ein Wert von 24,9 und einer von 25,0 trennt eine Stufe auf dem Papier. Am Körper trennt sie fast nichts.
Messen statt schätzen
Die Rechnung ist nur so gut wie die Zahlen, die du eingibst. Das Robert Koch-Institut beschreibt, dass Menschen in Befragungen ihr Gewicht häufig unterschätzen und ihre Größe eher überschätzen. Der BMI fällt dadurch niedriger aus als mit gemessenen Werten.
Wie viel das ausmacht, zeigt das Beispiel von oben. Wer 82 kg bei 1,76 m als 80 kg bei 1,78 m angibt, kommt auf 25,2 statt 26,5.
Für saubere Werte kannst du dich am Messprotokoll der WHO orientieren:
- Größe: ohne Schuhe und Kopfbedeckung messen.
- Gewicht: ohne Schuhe und Socken, ohne schweren Gürtel und mit leeren Taschen wiegen.
- Waage: auf einen festen, ebenen Boden stellen.
Willst du Werte über die Zeit vergleichen, miss möglichst unter ähnlichen Bedingungen und mit derselben Waage. Sonst vergleichst du am Ende Waagen statt Werte.
Was dein Ergebnis bedeutet
Für Erwachsene ordnet die WHO Europe den Wert so ein: unter 18,5 Untergewicht, 18,5 bis 24,9 Normalgewicht, 25,0 bis 29,9 Präadipositas, ab 30 Adipositas. Alle Stufen und die passenden Kilogramm je Körpergröße findest du in der BMI-Tabelle. Mit 26,5 aus dem Beispiel landest du in der Zeile Präadipositas. Ab einem BMI von 25 empfiehlt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft, auch die Taille zu messen. Wie sich der Normalbereich zum Durchschnitt in Deutschland verhält, zeigen die BMI-Normalwerte.
Für Kinder und Jugendliche gilt diese Einteilung nicht. Laut WHO Europe sind die Werte von 0 bis 19 Jahren alters- und geschlechtsspezifisch. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft nutzt dafür Perzentilen.
Was in der Rechnung fehlt
Der BMI rechnet nur aus Größe und Gewicht. Fett und Muskeln kommen darin nicht vor. Laut gesundheitsinformation.de berücksichtigt er auch den Körperbau nicht und ist bei sehr kleinen und sehr großen Menschen unzuverlässig. Über die Verteilung des Körperfetts sagt er ebenfalls nichts.
Dafür gibt es andere Messungen. Die Taille misst du selbst mit einem Maßband, wie es im Ratgeber zum Taillenumfang steht. Woraus dein Körper besteht, zeigen Verfahren, um die Körperzusammensetzung zu messen.
Warum die Rechnung erst der Anfang ist
Deinen BMI hast du in einer Minute ausgerechnet. Was er für dich bedeutet, steht nicht in der Formel. Dafür brauchst du den Verlauf über die Jahre und Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette. Die liegen meist in Befunden bei verschiedenen Praxen. Wie du an sie kommst, erklärt unser Ratgeber Befunde vom Arzt anfordern.

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.
- Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
- Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
- Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
- Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.
Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.
Befunde anfordern lassenWann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest
Der BMI ist keine Diagnose. Sprich mit deiner Praxis, wenn sich dein Gewicht ungewollt stark verändert oder wenn dein BMI unter 18,5 oder ab 30 liegt und du das einordnen möchtest. Ein guter Anlass ist auch der Check-up ab 35.
Häufige Fragen
Wie lautet die BMI-Formel?
BMI = Gewicht in kg ÷ (Größe in m × Größe in m). So steht es im Fact Sheet der WHO. Das Ergebnis hat die Einheit kg/m².
Wie rechne ich den BMI mit Zentimetern?
Teile das Gewicht zweimal durch die Größe in Zentimetern und nimm das Ergebnis mal 10.000. Bei 82 kg und 176 cm ergibt das 26,5, genau wie mit Metern.
Muss ich als Frau anders rechnen?
Nein. Die Formel enthält nur Größe und Gewicht, das Geschlecht kommt darin nicht vor. Was bei der Einordnung für Frauen dazukommt, steht im Ratgeber zum BMI bei Frauen.
Auf wie viele Stellen runde ich den BMI?
Eine Nachkommastelle reicht, denn auch die WHO-Einteilung arbeitet damit. Runde aber erst am Ende, nicht schon beim Quadrat der Größe.
Kann ich den BMI für mein Kind genauso ausrechnen?
Die Zahl lässt sich ausrechnen, die Tabelle für Erwachsene passt aber nicht. Bei Kindern und Jugendlichen ordnet man den Wert über Perzentilen nach Alter und Geschlecht ein.
Quellen
- WHO: Obesity and overweight (Fact Sheet)
- WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
- gesundheitsinformation.de (IQWiG): Was sagt der Body-Mass-Index über die Gesundheit aus?
- Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
- WHO: STEPS Manual, Part 3, Section 5: Collecting Step 2 data, Physical Measurements
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
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