Deinen BMI als Mann berechnest du so: Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die WHO-Tabelle nennt für Erwachsene 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht und führt keine eigenen Werte für Männer. Aus Größe und Gewicht rechnet das auch unser BMI-Rechner.
So rechnest du selbst nach
Die Formel der WHO lautet:
BMI = Gewicht in kg ÷ (Größe in m × Größe in m)
Nehmen wir einen Mann mit 86 kg und 1,79 m. Du rechnest 1,79 × 1,79 = 3,2041. Dann 86 ÷ 3,2041, das ergibt einen BMI von 26,8.
Das Beispiel ist nicht zufällig gewählt. Männer ab 18 geben im Mikrozensus 2025 im Schnitt 179,1 cm und 86,5 kg an, der durchschnittliche BMI liegt bei 26,9. Der Durchschnittsmann liegt also über dem Normalbereich. Das macht den Wert verbreitet, aber nicht automatisch unbedenklich.
Welche BMI-Werte gelten für Männer?
Die WHO Europe teilt den BMI von Erwachsenen so ein:
| BMI | Einteilung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 bis 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 bis 29,9 | Präadipositas |
| 30,0 bis 34,9 | Adipositas Grad I |
| 35,0 bis 39,9 | Adipositas Grad II |
| ab 40 | Adipositas Grad III |
Getrennte Spalten für Männer und Frauen gibt es in dieser Tabelle nicht. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft arbeitet mit denselben Klassen. Die vollständige Einteilung findest du in der BMI-Tabelle.
Die Grenzen in Kilogramm, auch für große Männer
Hier siehst du, wo die Grenzen bis 195 cm liegen:
| Körpergröße | Normalbereich | BMI 25 entspricht | BMI 30 entspricht |
|---|---|---|---|
| 170 cm | 53,5 bis 72,0 kg | 72,3 kg | 86,7 kg |
| 175 cm | 56,7 bis 76,3 kg | 76,6 kg | 91,9 kg |
| 180 cm | 59,9 bis 80,7 kg | 81,0 kg | 97,2 kg |
| 185 cm | 63,3 bis 85,2 kg | 85,6 kg | 102,7 kg |
| 190 cm | 66,8 bis 89,9 kg | 90,3 kg | 108,3 kg |
| 195 cm | 70,3 bis 94,7 kg | 95,1 kg | 114,1 kg |
Das sind Bereiche und Klassengrenzen, keine Zielvorgaben. Für einzelne Größen haben wir eigene Seiten, zum Beispiel für 180 cm und 185 cm.
Wie viele Männer über 25 liegen
Laut Robert Koch-Institut liegen 60,5 % der Männer in Deutschland bei einem BMI von 25 oder höher, bei den Frauen sind es 46,6 %. Bei der Adipositas gibt es diesen Abstand nicht: Männer kommen auf 19,1 %, Frauen auf 19,0 %. Der Unterschied entsteht im Bereich 25 bis unter 30. Dort liegen 41,3 % der Männer und 27,6 % der Frauen.
Der Mikrozensus 2025 zeigt ein ähnliches Bild: 42,7 % der Männer liegen zwischen 25 und unter 30, 19,9 % bei 30 oder höher.
Beide Erhebungen beruhen auf Selbstangaben und liegen deshalb vermutlich zu niedrig. Als in der DEGS1-Studie des RKI von 2008 bis 2011 tatsächlich gemessen wurde, lag der Anteil bei den Männern von 18 bis 79 Jahren bei 67,1 %.
Für dich heißt das: Ein Wert zwischen 25 und 30 ist bei Männern der häufigste Fall. Genau hier lohnt der zweite Blick.
Was der BMI bei Männern nicht zeigt
Der BMI rechnet nur aus Größe und Gewicht. Fett und Muskeln kommen darin nicht vor. Zwei Männer mit 88 kg und 1,80 m haben beide einen BMI von 27,2, auch wenn der eine viel Muskelmasse hat und der andere vor allem am Bauch zugelegt hat. Mehr dazu liest du im Ratgeber BMI bei Sportlern und Muskeln. Wie sich Fett und fettfreie Masse bestimmen lassen, erklären wir unter Körperzusammensetzung messen.
Für Männer ist außerdem wichtig, wo das Fett sitzt. Die abdominale Fettverteilung, oft „Apfel-Typ“ genannt, ist laut ABDA bei Männern vermehrt verbreitet. Sie geht mit einem höheren Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko einher als die hüftbetonte Fettverteilung.
Taille messen
Der Taillenumfang gilt als Maß für die Fettdepots im Bauchraum. Für Männer nennt die ABDA zwei Grenzen:
| Taillenumfang bei Männern | Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Komplikationen |
|---|---|
| ab 94 cm | erhöht |
| ab 102 cm | deutlich erhöht |
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft spricht bei Männern ab 102 cm von abdominaler Adipositas und empfiehlt, ab einem BMI von 25 immer auch die Taille zu messen. Alles Weitere steht im Ratgeber zum Taillenumfang.
Der BMI von Männern nach Alter
Der durchschnittliche Wert steigt bis in die mittleren Jahre und fällt im hohen Alter wieder. So sieht das im Mikrozensus 2025 aus:
| Alter | Durchschnittlicher BMI |
|---|---|
| 20 bis unter 25 | 24,6 |
| 30 bis unter 35 | 26,5 |
| 40 bis unter 45 | 27,2 |
| 50 bis unter 55 | 27,7 |
| 60 bis unter 65 | 27,7 |
| 70 bis unter 75 | 27,5 |
| ab 75 | 26,5 |
Was das für dein Alter bedeutet, ist unterschiedlich. Wir haben dazu eigene Seiten für Männer ab 40, ab 50 und ab 60.
So gehst du mit deinem Ergebnis um
- Unter 18,5: Bei Männern ist das selten, im Mikrozensus 2025 sind es 0,8 %. Sprich mit deiner Praxis, vor allem wenn du ungewollt abgenommen hast.
- 18,5 bis 24,9: Der Wert liegt im Normalbereich. Blutdruck, Blutwerte und Fitness sind damit nicht beantwortet.
- 25 bis 29,9: Nimm das Maßband dazu. Die Taille zeigt mehr als der BMI allein, und bei viel Muskelmasse kann der Wert täuschen.
- Ab 30: Die Einteilung spricht von Adipositas. Eine Ärztin oder ein Arzt kann mit dir klären, was das für deine Gesundheit bedeutet.
Warum ein einzelner Wert wenig sagt
Dein BMI von heute sagt nicht, ob er seit Jahren stabil ist oder gerade steigt. Er sagt auch nicht, wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette dazu stehen. Diese Werte stehen in Befunden, die oft bei verschiedenen Praxen liegen. Wie du an sie kommst, erklärt der Ratgeber Befunde vom Arzt anfordern. Mit mehreren Werten nebeneinander wird aus der Momentaufnahme ein Verlauf.

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.
- Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
- Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
- Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
- Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.
Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.
Befunde anfordern lassenWann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest
Der BMI ist keine Diagnose. Sprich mit deiner Praxis, wenn sich dein Gewicht ungewollt stark verändert, wenn dein BMI unter 18,5 oder ab 30 liegt oder wenn deine Taille die genannten Grenzen erreicht. Ein guter Anlass ist der Check-up ab 35.
Häufige Fragen
Welcher BMI ist bei Männern normal?
Für Erwachsene nennt die WHO einen BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht. Die Tabelle führt keine eigenen Werte für Männer.
Wird der BMI bei Männern anders berechnet als bei Frauen?
Nein, die Formel kennt nur Gewicht und Größe. Unterschiedlich sind die Grenzwerte beim Taillenumfang: 94 und 102 cm bei Männern, 80 und 88 cm bei Frauen.
Ist ein BMI von 27 als Mann zu hoch?
Die Tabelle ordnet 27 als Präadipositas ein. Für sich allein sagt der Wert aber nicht, ob er von Muskeln oder von Fett kommt. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft empfiehlt deshalb ab einem BMI von 25, immer auch die Taille zu messen.
Wie hoch ist der durchschnittliche BMI bei Männern in Deutschland?
Im Mikrozensus 2025 liegt er bei 26,9. Das sind Erstergebnisse und Angaben der Befragten. Ein Durchschnitt beschreibt, was verbreitet ist, und ist kein Zielwert.
Wo messe ich meinen Taillenumfang?
Im Stehen, zwischen dem unteren Rippenbogen und dem Beckenkamm. Atme dabei normal weiter und halte die Luft nicht an. Das Maßband liegt gut an, schneidet aber nicht ein (ABDA).
Quellen
- WHO: Obesity and overweight (Fact Sheet)
- WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
- ABDA: Bestimmung von Body-Mass-Index und Körperfettverteilung, Standardarbeitsanweisung für die Apotheke (Stand 02.2017)
- Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
- Statistisches Bundesamt: Körpermaße nach Altersgruppen und Geschlecht, Mikrozensus 2025 (Erstergebnisse, Stand 21.04.2026)
- Mensink et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas in Deutschland, Ergebnisse der DEGS1, Bundesgesundheitsblatt 2013
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