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BMI beim Mann mit 40 Jahren: Was ist normal, was nur typisch?

BMI beim Mann mit 40 oder 45: Der Normalbereich bleibt 18,5 bis 24,9, der Schnitt liegt über 27. Was BMI 26 in Kilo heißt und was ab 40 dazugehört.

Aktualisiert
07. November 2026

Auch für einen Mann mit 40 oder 45 nennt die WHO-Tabelle 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht, eigene Werte für dieses Alter führt sie nicht. Typisch ist dieser Bereich aber nicht mehr: Männer von 40 bis unter 45 liegen im Schnitt bei 27,2. Deinen eigenen Wert berechnest du mit unserem BMI-Rechner.

Normal ist nicht dasselbe wie typisch

Wer mit 45 seinen BMI ausrechnet, stellt zwei Fragen in einer: Bin ich im Normalbereich? Und: Bin ich normal für mein Alter? Die WHO-Einteilung beantwortet nur die erste. Für die zweite braucht es die Daten aus der Bevölkerung. Der Mikrozensus 2025 zeigt für Männer:

AlterDurchschnitt BMIBMI 18,5 bis unter 25BMI 25 bis unter 30BMI ab 30
35 bis unter 4026,937,6 %42,9 %18,9 %
40 bis unter 4527,235,7 %43,3 %20,6 %
45 bis unter 5027,630,6 %45,0 %23,8 %

Mit 45 liegt also nur noch knapp jeder Dritte im Normalbereich. Der Durchschnitt beschreibt allerdings nur, was verbreitet ist. Ein Schnitt von 27 heißt nicht, dass 27 gut für dich ist.

Dazu kommt: Der Mikrozensus beruht auf Angaben der Befragten, und es sind Erstergebnisse. Das RKI weist darauf hin, dass das Gewicht bei Selbstangaben häufig unterschätzt und die Größe eher überschätzt wird. Als die DEGS1-Studie von 2008 bis 2011 tatsächlich maß, lagen 69,9 % der 40- bis 49-jährigen Männer bei 25 oder höher, 22,9 % bei 30 oder höher. Der mittlere BMI betrug 27,6.

Was BMI 25, 26 und 27 in Kilogramm heißen

So sehen diese Werte auf der Waage aus:

KörpergrößeBMI 25BMI 26BMI 27
175 cm76,6 kg79,6 kg82,7 kg
180 cm81,0 kg84,2 kg87,5 kg
185 cm85,6 kg89,0 kg92,4 kg
190 cm90,3 kg93,9 kg97,5 kg

Bei 1,80 m liegen zwischen BMI 25 und BMI 26 nur 3,2 kg. Das zeigt, wie grob die Klassen sind. Mit denselben Muskeln, derselben Taille und denselben Blutwerten bist du bei 80 kg „normal“ und bei 82 kg „präadipös“. Die Werte in der Tabelle sind Orientierungspunkte für die Einordnung, keine Ziele. Die Formel und weitere Beispiele stehen im Ratgeber BMI berechnen.

Warum sich der Blick auf das Jahrzehnt davor lohnt

Der größte Abstand zwischen zwei Altersgruppen liegt früher. In der DEGS1-Studie waren von den 18- bis 29-jährigen Männern 35,3 % übergewichtig, von den 30- bis 39-Jährigen schon 62,4 %. Das RKI beschreibt das als starken Anstieg im jungen Erwachsenenalter. Dabei werden allerdings verschiedene Altersgruppen verglichen, nicht dieselben Männer über die Zeit.

Auch innen verschiebt sich etwas, ohne dass der BMI es zeigt. Laut einer Übersichtsarbeit in Frontiers in Physiology nehmen die meisten Menschen in den Jahren mit annähernd konstanter Muskelmasse vor allem durch Fettmasse zu. Der Muskelanteil am Körpergewicht sinkt dadurch schon ab dem dritten Lebensjahrzehnt. Wann die Muskelmasse selbst abnimmt, ist weniger klar: Die dort ausgewerteten Studien nennen 27, 45 oder 60 Jahre. Ein Datum, ab dem es bei allen losgeht, lässt sich daraus nicht ableiten.

Mit 40 lohnt das Maßband

Weil der BMI das nicht sieht, gehört ab einem Wert von 25 laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft immer die Taille dazu. Die ABDA nennt für Männer ein erhöhtes Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Komplikationen ab 94 cm und ein deutlich erhöhtes ab 102 cm.

So können zwei Männer mit 45 denselben BMI von 27 haben und trotzdem unterschiedlich dastehen, wenn der eine 90 cm misst und der andere 104 cm. Wie du richtig misst, erklärt der Ratgeber zum Taillenumfang. Eine Ergänzung ist das Verhältnis von Taille zu Körpergröße.

Was ab 40 sonst dazugehört

Mit dem Alter ändern sich auch die Werte, die der BMI nicht kennt. Nach Zahlen des RKI aus den Jahren 2014 und 2015 hatten 14,5 % der Männer von 30 bis 44 Jahren einen bekannten, ärztlich diagnostizierten Bluthochdruck. Bei den 45- bis 64-Jährigen waren es 38,3 %. Das sind Selbstangaben, die sich nur auf bekannte Diagnosen beziehen.

Für gesetzlich Versicherte ist laut gesundheitsinformation.de in diesem Alter Folgendes vorgesehen:

  • Check-up: ab 35 alle drei Jahre, mit Blutdruck, Blut- und Urinuntersuchung, einmalig auch ein Test auf Hepatitis B und C.
  • Hautkrebs-Screening: ab 35 alle zwei Jahre.
  • Prostata und äußeres Genitale: ab 45 einmal jährlich.

Was genau gemessen wird, steht im Ratgeber Check-up 35.

Warum ein BMI ohne Vergleichswerte wenig sagt

Für einen Mann mit 45 ist die wichtigste Frage selten, wo der BMI heute steht. Wichtiger ist, was seit dem letzten Check-up passiert ist. Ein stabiler Wert von 27 mit unauffälligen Blutfetten ist eine andere Lage als ein Anstieg von 25 auf 27 mit steigendem Blutdruck. Das erkennst du nur im Verlauf. Die alten Werte liegen aber oft bei der Hausarztpraxis, beim Betriebsarzt oder im Labor. Wie du sie bekommst, liest du unter Laborwerte vom Arzt bekommen.

Empfang einer Arztpraxis mit wartenden Patientinnen und Patienten

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.

  1. Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
  2. Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
  3. Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
  4. Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.

Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.

Befunde anfordern lassen

Wann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest

Der BMI ist keine Diagnose. Sprich mit deiner Praxis, wenn dein Wert bei 30 oder höher liegt, wenn deine Taille bei 94 cm oder mehr liegt oder wenn sich dein Gewicht ohne erkennbaren Grund stark verändert. Auch ein anstehender Check-up ist ein guter Moment für dieses Gespräch. Die Grundlagen zum Thema findest du im Überblick BMI bei Männern, wie es danach weitergeht, unter BMI beim Mann ab 50.

Häufige Fragen

Was ist ein normaler BMI für einen Mann mit 40 Jahren?

Die WHO-Tabelle nennt für Erwachsene 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht. Für Männer mit 40 führt sie keine eigene Spalte. Der häufigere Wert liegt allerdings höher: Im Mikrozensus 2025 liegt der Schnitt bei 27,2.

Ist ein BMI von 26 mit 45 Jahren zu hoch?

Er liegt knapp über dem Normalbereich und gilt als Präadipositas, in dieser Altersgruppe ist das der häufigste Bereich. Was er für dich bedeutet, hängt von deiner Taille, deinem Blutdruck und deinen Blutwerten ab. Der BMI allein beantwortet das nicht.

Ändert sich die BMI-Formel mit 40 oder 45?

Nein. Gerechnet wird weiter nur mit Gewicht und Größe, das Alter kommt in der Formel nicht vor. Was sich ändert, sind die Vergleichswerte in deiner Altersgruppe.

Was verändert sich mit 45 bei der Vorsorge?

Ab 45 kommt für gesetzlich versicherte Männer die jährliche Untersuchung von Prostata und äußerem Genitale dazu. Der Überblick steht unter Vorsorgeuntersuchungen nach Alter.

Quellen

  1. WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
  2. Statistisches Bundesamt: Körpermaße nach Altersgruppen und Geschlecht, Mikrozensus 2025 (Erstergebnisse, Stand 21.04.2026)
  3. Mensink et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas in Deutschland, Ergebnisse der DEGS1, Bundesgesundheitsblatt 2013
  4. Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
  5. Mitchell et al.: Sarcopenia, dynapenia, and the impact of advancing age on human skeletal muscle size and strength, Frontiers in Physiology 2012
  6. ABDA: Bestimmung von Body-Mass-Index und Körperfettverteilung, Standardarbeitsanweisung für die Apotheke (Stand 02.2017)
  7. Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
  8. Neuhauser et al. (RKI): 12-Monats-Prävalenz von Bluthochdruck in Deutschland, GEDA 2014/2015-EHIS, Journal of Health Monitoring 2017
  9. gesundheitsinformation.de (IQWiG): Welche Früherkennungsuntersuchungen bezahlt die gesetzliche Krankenkasse?

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