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BMI 26: Was der Wert bedeutet, für Frauen und Männer in kg

BMI 26 liegt einen Punkt über dem Normalbereich. Was das heißt, wie viel kg das je Körpergröße sind und warum zwei Menschen mit BMI 26 verschieden dastehen.

Aktualisiert
07. November 2026

Ein BMI von 26 liegt einen Punkt über dem Normalbereich und gehört zur Stufe Präadipositas, die von 25,0 bis 29,9 reicht. Der Wert allein ist weder ein Grund zur Sorge noch eine Entwarnung, denn zwei Menschen mit BMI 26 können sehr verschieden dastehen. Deinen genauen Wert berechnet der BMI-Rechner.

Was BMI 26 in der Einteilung heißt

Die WHO Europe führt den Bereich von 25,0 bis 29,9 als Präadipositas. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft zählt ihn zum Übergewicht und nennt das Risiko für Begleiterkrankungen gering erhöht. BMI 26 sitzt im unteren Teil dieser Stufe.

Das Wort Präadipositas klingt nach einer Vorstufe, auf die zwangsläufig etwas folgt. Die Einteilung sagt das aber nicht. Das Wort bezeichnet eine Spanne auf einer Skala, über den weiteren Verlauf sagt es nichts. Einen Überblick über die Stufe gibt Übergewicht und BMI.

BMI 26 in Kilogramm je Körpergröße

Die Tabelle zeigt, welches Gewicht BMI 26 und 26,5 bei welcher Größe entspricht. Dazu kommt der Abstand zu den beiden Grenzen der Stufe. Geschlechtergetrennte Werte führt die Tabelle der WHO Europe nicht, deshalb steht hier eine Spalte für alle.

KörpergrößeBMI 26,0BMI 26,5Abstand zu BMI 25Abstand zu BMI 30
155 cm62,5 kg63,7 kg2,4 kg9,6 kg
160 cm66,6 kg67,8 kg2,6 kg10,2 kg
165 cm70,8 kg72,1 kg2,7 kg10,9 kg
170 cm75,1 kg76,6 kg2,9 kg11,6 kg
175 cm79,6 kg81,2 kg3,1 kg12,3 kg
180 cm84,2 kg85,9 kg3,2 kg13,0 kg
185 cm89,0 kg90,7 kg3,4 kg13,7 kg
190 cm93,9 kg95,7 kg3,6 kg14,4 kg
195 cm98,9 kg100,8 kg3,8 kg15,2 kg

Der Abstand ist eine Rechnung, kein Vorschlag. Die Tabelle sagt nicht, wo du sein solltest. Sie zeigt nur, wo du liegst.

Zwischen BMI 26 und BMI 25 liegen je nach Größe 2,4 bis 3,8 kg. Nach oben ist der Abstand viermal so groß. Weiter oben liegen die Artikel zu BMI 27 und BMI 28.

Zwei Menschen, derselbe Wert

Nimm zwei Männer, beide 180 cm groß, beide 84,2 kg, beide BMI 26. Der eine trainiert seit Jahren Kraft und hat 90 cm Taille. Der andere hat 104 cm Taille und ist vor allem am Bauch stärker geworden. Der BMI behandelt beide gleich, weil er nur mit Größe und Gewicht rechnet.

Die Taille trennt die beiden. Die ABDA nennt für Männer ein erhöhtes Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Komplikationen ab 94 cm und ein deutlich erhöhtes ab 102 cm. Für Frauen liegen die Grenzen bei 80 und 88 cm. Der erste Mann liegt darunter, der zweite darüber. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft empfiehlt deshalb, ab BMI 25 immer auch die Taille zu messen.

Beim ersten Mann könnte zudem ein Teil des Gewichts Muskelmasse sein. Das behandelt der Artikel BMI bei Sportlern und viel Muskelmasse. Genauer klären lässt sich die Zusammensetzung mit einer eigenen Messung, wie sie unter Körperzusammensetzung messen beschrieben ist.

BMI 26 bei Frauen und Männern

Der Wert entsteht bei beiden gleich. Eine Frau mit 165 cm kommt mit 70,8 kg auf BMI 26, ein Mann mit 180 cm mit 84,2 kg. Getrennte Stufen führt die Tabelle nicht.

Verschieden ist, wie oft der Wert vorkommt. Laut RKI liegen insgesamt 27,6 % der Frauen und 41,3 % der Männer bei 25 bis unter 30. Und verschieden sind die Taillengrenzen, wie das Beispiel oben zeigt. Bei Frauen ist 88 cm schon die obere Grenze, bei Männern erst die 102. Vergleiche deine Taille also nur mit den Werten für dein Geschlecht.

BMI 26 mit 45 oder 55 Jahren

Viele suchen nach ihrem Wert zusammen mit dem Alter. Die Tabelle der WHO Europe führt für Erwachsene über 20 keine eigenen Stufen nach Lebensjahren. BMI 26 ist also mit 45 und mit 55 Jahren derselbe Wert in derselben Stufe.

Häufiger wird er trotzdem mit dem Alter. In der GEDA-Studie des RKI lagen von den 45- bis 64-Jährigen 44,9 % der Männer und 28,2 % der Frauen in der Stufe 25 bis unter 30. Bei den 18- bis 29-Jährigen waren es 27,2 % der Männer und 16,2 % der Frauen. Es handelt sich um Selbstangaben, und die Studie vergleicht Altersgruppen, nicht dieselben Personen über die Zeit.

Was die Forschung zu dieser Spanne zeigt

Die Global BMI Mortality Collaboration hat Daten von 239 Studien ausgewertet. In der Hauptanalyse mit Menschen, die nie geraucht hatten, zu Beginn keine bekannte chronische Krankheit hatten und die ersten fünf Jahre überlebten, lag die Sterblichkeit in der Gruppe 25 bis unter 27,5 rund 7 % höher als in der Gruppe 22,5 bis unter 25.

Das ist ein relativer Unterschied zwischen großen Gruppen und bezieht sich auf die untersuchten Menschen. Er zeigt einen Zusammenhang und sagt nicht, was bei dir passiert.

Warum es auf den Weg zu diesem Wert ankommt

BMI 26 ist nicht gleich BMI 26. Ein Beispiel bei 175 cm: Wer seit zehn Jahren um 79,6 kg wiegt, hat denselben Wert wie jemand, der vor kurzem noch 70,4 kg gewogen hat. Das sind 9,2 kg Unterschied im Verlauf, die eine Momentaufnahme nicht zeigt.

Erst frühere Messungen, Blutdruck und Blutwerte machen daraus ein Bild. Solche Angaben stehen meist in Arztbriefen und Laborberichten verschiedener Praxen. Wie du sie einsammelst, erklärt Befunde vom Arzt anfordern.

Empfang einer Arztpraxis mit wartenden Patientinnen und Patienten

Du gibst einmal frei. Wir holen deine Befunde, auch die von vor Jahren.

  1. Einmal freigebenDu erteilst in der App eine Vollmacht. Damit darf anomalie deine Unterlagen in deinem Namen anfordern.
  2. Praxen findenanomalie fragt zuerst deine Krankenkasse nach deiner Leistungsübersicht. Daraus ergibt sich, bei welchen Praxen und Kliniken du warst, auch die, an die du dich nicht erinnerst.
  3. Anfragen und dranbleibenJede Praxis bekommt ein Schreiben nach § 630g BGB und Art. 15 DSGVO. Kommt nichts, erinnert anomalie automatisch und besteht auf der Monatsfrist.
  4. Alles an einem OrtAntworten per E-Mail oder Fax landen direkt in deinem Health Profile, Briefe scannst du mit der App. anomalie liest die Werte aus und ordnet sie.

Kein Faxgerät, kein Nachtelefonieren, keine Fristen im Kalender.

Befunde anfordern lassen

Fragen fürs Arztgespräch

Du brauchst mit BMI 26 keinen eigenen Anlass. Diese Fragen passen zum nächsten Termin, zum Beispiel beim Check-up 35:

  • Passt mein Taillenumfang zu dem, was der BMI anzeigt?
  • Hat sich mein Gewicht in den letzten Jahren verändert, und seit wann?
  • Welche Blutwerte liegen vor, und wie alt sind sie?
  • Gibt es Vorerkrankungen in meiner Familie, die den Wert anders einordnen?

Sprich früher mit deiner Praxis, wenn sich dein Gewicht ungewollt stark verändert oder wenn es dich belastet.

Häufige Fragen

Ist ein BMI von 26 ein Problem?

Der Wert liegt knapp über dem Normalbereich, in der Stufe Präadipositas. Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft ordnet dieser Stufe ein gering erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen zu. Für dich persönlich sagen Taille, Blutwerte und Verlauf mehr.

Ist BMI 26 mit 45 oder 55 Jahren normal?

Die Tabelle führt keine eigenen Stufen nach Alter, sie gilt für Erwachsene über 20. Häufig ist der Wert aber: Laut RKI liegen 44,9 % der Männer von 45 bis 64 in dieser Stufe. Mehr dazu unter BMI bei Männern ab 40.

Ist BMI 26 bei Frauen anders zu lesen als bei Männern?

Der BMI selbst nicht, die Tabelle der WHO Europe führt keine getrennten Werte. Die Taille schon: Die ABDA nennt ein erhöhtes Risiko ab 80 cm bei Frauen und ab 94 cm bei Männern.

Was bedeutet BMI 26,5?

BMI 26,5 liegt in derselben Stufe wie 26. Bei 175 cm sind das 81,2 kg, also rund 1,5 kg mehr als bei BMI 26,0.

Kann ich mit BMI 26 trotzdem gesund sein?

Das lässt sich am BMI nicht ablesen, weder in die eine noch in die andere Richtung. Eine Aussage dazu braucht weitere Messwerte und eine ärztliche Einschätzung.

Quellen

  1. WHO Europe: Nutrition for a healthy life, WHO recommendations
  2. Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Definition von Adipositas
  3. ABDA: Bestimmung von Body-Mass-Index und Körperfettverteilung, Standardarbeitsanweisung für die Apotheke (Stand 02.2017)
  4. Schienkiewitz et al. (RKI): Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, GEDA 2019/2020-EHIS, Journal of Health Monitoring 2022
  5. Global BMI Mortality Collaboration: Body-mass index and all-cause mortality, Lancet 2016

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