Zulassung
- EUOb in der EU oder Deutschland aktuell ein Sincalid-Präparat zugelassen ist, konnte nicht belegt werden.
- USAIn den USA seit 1976 von der FDA als Diagnostikum zugelassen (Kinevac).
Wie es wirkt
Sincalid bindet an Cholecystokinin-Rezeptoren und ahmt die natürlichen Effekte von CCK nach: Die Gallenblase zieht sich zusammen und entleert sich, der Schließmuskel des Gallengangs (Sphincter Oddi) erschlafft, und Bauchspeicheldrüsenenzyme sowie die Darmbewegung werden angeregt.
Bei einer Gallenblasenuntersuchung wird die Menge des ausgeschiedenen Tracers als Auswurffraktion berechnet. Die Art der Gabe beeinflusst das Ergebnis: Eine standardisierte langsame Infusion über etwa eine Stunde liefert die besten reproduzierbaren Werte mit einer unteren Normgrenze um 38 %, schnelles Spritzen verursacht mehr Krämpfe und unzuverlässigere Zahlen.
Was die Forschung zeigt
Sincalid ist seit Jahrzehnten ein Standardmittel der Gallenblasendiagnostik. Studien haben die Anwendung für die Auswurffraktion der Gallenblase standardisiert, mit einer unteren Normgrenze um 38 % bei langsamer Infusion. Weitere zugelassene Anwendungen sind die Anregung der Pankreassekretion für diagnostische Proben und die Beschleunigung der Dünndarmpassage bei Röntgenuntersuchungen.
Es handelt sich um ein Diagnostikum. Therapiestudien gibt es nicht und sind nicht vorgesehen.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Laut Fachinformation sind häufige Nebenwirkungen Bauchschmerzen oder Krämpfe, Übelkeit, Stuhldrang sowie Hitzewallungen oder Schwindel. In der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten, weil Sincalid die Gebärmutter zur Kontraktion anregen kann. Bei Darmverschluss darf es nicht angewendet werden.
Die Gabe erfolgt durch medizinisches Personal im Rahmen einer bestimmten Untersuchung.
Häufige Fragen
Wofür wird Sincalid verwendet?
Ist Sincalid ein Medikament zur Behandlung?
Warum wird es langsam infundiert?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion