Zulassung
- EUIn Deutschland national als Somatuline Autogel zugelassen, unter anderem bei Akromegalie und gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren.
- USAIn den USA seit 2007 von der FDA zugelassen (Somatuline Depot), zunächst bei Akromegalie, später bei gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren und Karzinoid-Syndrom.
Wie es wirkt
Lanreotid bindet vor allem an die Somatostatin-Rezeptoren Subtyp 2 und 5 auf hormonbildenden Zellen und Tumorzellen. Das unterdrückt Wachstumshormon und IGF-1 und verringert die Freisetzung von Darmhormonen.
Zusätzlich hat die Rezeptoraktivierung bei gut differenzierten neuroendokrinen Tumoren einen wachstumshemmenden Effekt.
Was die Forschung zeigt
In der CLARINET-Studie verlängerte Lanreotid das progressionsfreie Überleben bei Patienten mit metastasierten enteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren deutlich gegenüber Placebo. Unter Lanreotid wurde die mediane Zeit nicht erreicht, unter Placebo betrug sie 18 Monate.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| CLARINET | Metastasierte enteropankreatische neuroendokrine Tumoren | Medianes progressionsfreies Überleben unter Lanreotid nicht erreicht, unter Placebo 18 Monate |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Häufig sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Gallensteine, Reaktionen an der Einstichstelle und ein verlangsamter Herzschlag.
Ernster können Gallenblasenerkrankungen bei Langzeitanwendung, Veränderungen von Blutzucker und Schilddrüsenfunktion sowie Störungen der Erregungsleitung am Herzen sein.
Was du im Blick behalten solltest
- IGF-1Lanreotid unterdrückt Wachstumshormon und IGF-1, bei Akromegalie ist das der Verlaufswert.
- NüchternglukoseDer Blutzucker kann sich unter Lanreotid verändern.
- TSHAuch die Schilddrüsenfunktion kann sich verändern.
Häufige Fragen
Wofür wird Lanreotid eingesetzt?
Was ist der Unterschied zu Octreotid?
Ähnliche Peptide
Peptid-BibliothekQuellen
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion