Zulassung
- EUDer EU-Status von Gallium-68-Dotatat konnte nicht verifiziert werden; zentral zugelassen ist das verwandte Ga-68-Edotreotid-Kit SomaKit TOC.
- USAIn den USA 2016 von der FDA als NETSPOT zugelassen, um Somatostatinrezeptor-positive neuroendokrine Tumoren per PET sichtbar zu machen.
Wie es wirkt
Der Dotatat-Anteil bindet mit hoher Affinität an den Somatostatinrezeptor Typ 2, der auf gut differenzierten neuroendokrinen Tumorzellen stark vorhanden ist. Nach der Injektion reichert sich der Tracer dort an, wo viele solche Rezeptoren sitzen. Das Gallium-68 sendet Positronen aus, die ein PET-Gerät erfasst. So entsteht eine Karte der Tumorherde im ganzen Körper, auch kleiner, die in anderer Bildgebung leicht übersehen werden.
Das Verfahren ist reine Diagnostik. Das Zielmolekül ist dasselbe wie bei der Radioligandentherapie mit Lutetium-177-Dotatat.
Was die Forschung zeigt
In einer prospektiven Studie war die PET/CT mit Gallium-68-Dotatat mindestens so gut wie der ältere Indium-111-Tracer, oft besser, und änderte bei etwa einem Drittel der Betroffenen das weitere Vorgehen.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Prospektive Studie zu Ga-68-Dotatat-PET/CT vs. Indium-111-Tracer | Mensch, Diagnostik | Mindestens gleichwertig, oft besser; bei etwa einem Drittel änderte sich das Vorgehen. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
In den Zulassungsstudien wurden keine schweren Nebenwirkungen festgestellt. Nach der Zulassung wurden Schmerzen oder Brennen an der Einstichstelle sowie Übelkeit und Erbrechen gemeldet.
Wie bei jedem Radiopharmakon gibt es eine Strahlenbelastung, die so niedrig wie vernünftigerweise möglich gehalten wird. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag und Juckreiz sind möglich, selten Schwellungen oder anaphylaxieähnliche Reaktionen. Langwirksame Somatostatin-Analoga können die Aufnahme des Tracers stören, ihr Zeitpunkt wird deshalb berücksichtigt.
Häufige Fragen
Wird Gallium-68-Dotatat als Therapie eingesetzt?
Wofür wird die Untersuchung gemacht?
Hat der Tracer Nebenwirkungen?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion