Zulassung
- EUIn der EU als Sandostatin und Sandostatin LAR national zugelassen, unter anderem bei Akromegalie. Die zentral zugelassene Kapsel Mycapssa wurde 2025 auf Antrag des Herstellers zurückgenommen.
- USAIn den USA seit 1988 von der FDA zugelassen (Sandostatin); die Depotform folgte etwa zehn Jahre später, die Kapsel Mycapssa 2020 für die Akromegalie-Erhaltungstherapie.
Wie es wirkt
Octreotid bindet vor allem an den Somatostatin-Rezeptor Subtyp 2 auf hormonbildenden Zellen. Das hemmt die Freisetzung von Wachstumshormon und IGF-1 sowie von Darmhormonen wie Serotonin, VIP und Gastrin.
Bei Akromegalie sinken so die Hormonspiegel und die Beschwerden, bei Karzinoid-Syndrom lassen Flush und Durchfall nach, bei einem VIPom nimmt der Sekretionsdurchfall ab. Zusätzlich wirkt es bei manchen neuroendokrinen Tumoren wachstumshemmend.
Was die Forschung zeigt
In der PROMID-Studie verlängerte die Depotform bei metastasierten neuroendokrinen Tumoren des Mitteldarms die mediane Zeit bis zur Tumorprogression auf 14,3 Monate gegenüber 6,0 Monaten unter Placebo.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| PROMID | Metastasierte neuroendokrine Tumoren des Mitteldarms | Mediane Zeit bis zur Progression 14,3 Monate gegenüber 6,0 Monaten unter Placebo |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Häufig sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Schmerzen an der Einstichstelle, Gallensteine oder Gallensludge sowie erhöhter oder erniedrigter Blutzucker.
Ernster sind Gallenblasenerkrankungen bei Langzeitanwendung, Veränderungen von Blutzucker und Schilddrüsenfunktion, ein verlangsamter Herzschlag und Störungen der Erregungsleitung.
Was du im Blick behalten solltest
- IGF-1Octreotid hemmt Wachstumshormon und IGF-1, bei Akromegalie ist das der Verlaufswert.
- NüchternglukoseDer Blutzucker kann unter Octreotid steigen oder sinken.
- TSHAuch die Schilddrüsenfunktion kann sich verändern.
Häufige Fragen
Wofür wird Octreotid eingesetzt?
Ist Octreotid ein Peptid?
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion