Zulassung
- EUIn Deutschland war Sekretin als Secrelux national zugelassen (Diagnostikum), der aktuelle Zulassungsstatus ließ sich nicht sicher klären.
- USAIn den USA von der FDA seit 2004 als Diagnostikum zugelassen (synthetisches humanes Sekretin, ChiRhoStim).
Wie es wirkt
Sekretin bindet an Rezeptoren auf den Gangzellen und Drüsenzellen der Bauchspeicheldrüse und regt die Abgabe eines wässrigen, bicarbonatreichen Sekrets an. Wird danach das Sekret gemessen oder die Drüse bildlich dargestellt, lässt sich beurteilen, wie gut sie reagiert.
Bei einem Gastrinom, einem hormonbildenden Tumor, löst Sekretin einen typischen paradoxen Anstieg von Gastrin aus, was zur Sicherung der Diagnose beiträgt. Das Hormon wird einmalig unter kontrollierten Bedingungen gegeben.
Was die Forschung zeigt
Die Zulassung stützt sich auf Untersuchungen zur sekretinstimulierten Beurteilung der Bauchspeicheldrüse. In klinischen Studien erkannte die sekretinverstärkte Bildgebung Veränderungen der Pankreasgänge empfindlicher als Bildgebung ohne Stimulation.
Sekretin hat historische Bedeutung: 1902 zeigten Bayliss und Starling, dass ein Stoff aus der Darmschleimhaut über das Blut die Bauchspeicheldrüse anregt. Der Begriff „Hormon“ geht auf Starling zurück.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Sekretinverstärkte Pankreasbildgebung | Klinische Studien beim Menschen | Veränderungen der Pankreasgänge wurden mit höherer Empfindlichkeit erkannt als ohne Stimulation. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Bei der einmaligen diagnostischen Gabe treten am häufigsten Übelkeit, Erbrechen, Hautrötung (Flush) und Magenbeschwerden auf. Die Anwendung erfolgt durch Fachpersonal im Rahmen einer Untersuchung und nicht als Dauertherapie.
Häufige Fragen
Wird Sekretin zur Behandlung eingesetzt?
Warum ist Sekretin historisch bedeutsam?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion