Zulassung
- EUIn der EU nicht als Arzneimittel zugelassen; die intravenöse Phase-3-Entwicklung wurde 2019 nach Nierenschäden beendet.
- USAIn den USA nicht zugelassen; die intravenöse Phase-3-Studie wurde wegen Nierenschäden abgebrochen.
Wie es wirkt
Murepavadin wirkt artspezifisch und nicht durch Zerstören der Zellwand. Es bindet das Außenmembran-Protein LptD, das Pseudomonas aeruginosa benötigt, um Lipopolysaccharid zu transportieren und in die Außenmembran einzubauen. Wird LptD gestört, kann das Bakterium seine Außenmembran nicht mehr aufbauen und stirbt.
Im Labor wirkte es auch gegen multiresistente und colistinresistente Stämme.
Was die Forschung zeigt
Aus der Phase-1-Studie an Gesunden stammen Daten zu Verteilung und früher Verträglichkeit. Das Phase-3-Programm PRISM bei Patienten mit Pneumonie wurde 2019 beendet, nachdem in der Murepavadin-Gruppe häufiger als erwartet akute Nierenschäden auftraten. Eine positive bestätigende Wirksamkeitsstudie gibt es nicht, die Entwicklung der Inhalationsform kam nicht voran.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Phase-1-Studie | Gesunde Freiwillige | Beschrieb Verteilung und frühe Verträglichkeit der Infusion. |
| Phase-3-Programm PRISM | Patienten mit Pneumonie | 2019 beendet wegen mehr akuter Nierenschäden als erwartet. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Das gewichtigste Sicherheitssignal war das akute Nierenversagen in der Phase-3-Studie. Weitere Daten zur Langzeitsicherheit liegen nicht vor, da die Entwicklung eingestellt wurde.
Das Mittel ist kein Produkt für den Selbstgebrauch; es ist nicht zugelassen und außerhalb von Studien nicht erhältlich.
Was du im Blick behalten solltest
- KreatininNierenschäden führten zum Abbruch der Phase-3-Studie, der Wert zeigt die Nierenfunktion.
- eGFRSchätzt die Filterleistung der Niere und kann durch den Wirkstoff beeinträchtigt sein.
Häufige Fragen
Warum wurde Murepavadin gestoppt?
Gegen welche Keime wirkt Murepavadin?
Ist Murepavadin ein Peptid?
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion