Zulassung
- EUIn der EU nicht als Arzneimittel zugelassen; der Wirkstoff wird nur in klinischen Studien untersucht.
- USAIn den USA nicht zugelassen, befindet sich in der klinischen Entwicklung.
Wie es wirkt
Gegen Bakterien und Pilze soll Brilacidin Membranen der Erreger stören, die es dank seiner Ladungsverteilung bindet. In Laborversuchen mit SARS-CoV-2 hemmte es das Virus und beeinträchtigte dessen Eintritt in Zellen. Bei der Mundschleimhautentzündung wird eine entzündungshemmende Wirkung angenommen.
Diese Mechanismen sind überwiegend im Labor beobachtet worden und sagen noch nichts über den Nutzen für Patientinnen und Patienten.
Was die Forschung zeigt
Die begutachtete Literatur besteht überwiegend aus Laborarbeiten. Für Phase-2-Studien zu Mundschleimhautentzündung und COVID-19 liegen Mitteilungen der Firma vor, die als positiv beschrieben werden, aber nicht in Fachzeitschriften geprüft wurden.
Eine abgeschlossene Phase-3-Studie ist nicht bekannt. Ohne kontrollierte, begutachtete Daten bleibt offen, ob Brilacidin Patientinnen und Patienten hilft.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Phase-2-Studie, Mundschleimhautentzündung | Menschen, Herstellerangabe | Von der Firma als positiv beschrieben, nicht begutachtet. |
| Phase-2-Studie, COVID-19 | Menschen, Herstellerangabe | Von der Firma als positiv beschrieben, nicht begutachtet. |
| Laborstudien | Zellkultur und Labor | Hemmung von SARS-CoV-2 und breite antivirale Wirkung gegen Coronaviren. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Zur Sicherheit liegen nur begrenzte, kaum unabhängig geprüfte Daten vor. Die Langzeitverträglichkeit ist nicht geklärt, und der Wirkstoff ist für keine Anwendung zugelassen. Wer an klinischen Studien teilnimmt, wird über Risiken im Studienprotokoll aufgeklärt.
Häufige Fragen
Ist Brilacidin ein Peptid?
Ist Brilacidin zugelassen?
Was sind Defensine?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion