Zulassung
- EUIn der EU nicht als Arzneimittel zugelassen; die Phase-3-Studie bei Zöliakie wurde 2022 abgebrochen.
- USAIn den USA nicht zugelassen. Die Phase-3-Studie wurde wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen, ein aktives Spätphasenprogramm gibt es nicht.
Wie es wirkt
Die Darmschleimhaut besitzt Zell-Zell-Verbindungen (Tight Junctions), die steuern, was hindurchtritt. Bei Zöliakie sollen sie sich lockern, sodass Gluten-Bruchstücke eindringen und Entzündung auslösen. Larazotid sollte dem Hormon Zonulin entgegenwirken und diese Verbindungen schließen.
Das war die vermutete Wirkweise. Ein bestätigter klinischer Nutzen ergab sich daraus nicht.
Was die Forschung zeigt
Die Phase-3-Studie CeDLara wurde nach einer Zwischenauswertung 2022 wegen Aussichtslosigkeit gestoppt, das Ziel einer geringeren Symptomschwere war absehbar nicht erreichbar. Eine Metaanalyse von vier randomisierten Studien fand keinen signifikanten Effekt auf den Laktulose-Mannitol-Quotienten, ein Maß der Darmdurchlässigkeit, und nur uneinheitliche Symptomhinweise bei Gluten-Belastung.
Die Studienlage spricht damit nicht für einen Nutzen.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Phase-3-Studie CeDLara (Zwischenauswertung 2022) | Mensch, randomisiert, Zöliakie | Wegen Aussichtslosigkeit gestoppt, Ziel einer geringeren Symptomschwere nicht erreichbar. |
| Metaanalyse (4 randomisierte Studien) | Mensch, Zöliakie | Kein signifikanter Effekt auf den Laktulose-Mannitol-Quotienten, Symptomhinweise uneinheitlich. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Zur Sicherheit stellt die ausgewertete Quelle keine Details bereit. Da die Substanz nicht zugelassen ist und das Hauptprogramm eingestellt wurde, fehlt eine geprüfte Fachinformation. Sie ist nicht als Arzneimittel verfügbar.
Häufige Fragen
Hilft Larazotid bei Zöliakie?
Was ist Zonulin?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion