Pegvisomant

Pegvisomant blockiert den Wachstumshormon-Rezeptor und senkt IGF-1. Es ist als Somavert zur Behandlung der Akromegalie zugelassen.

Wirkstoffklasse
Wachstumshormon-Rezeptor-Antagonist (pegyliert)
Bereich
Hormone & Stoffwechsel
Status
In der EU zugelassen
Studienlage
In der EU zugelassen
Aktualisiert
30. Oktober 2026

Zulassung

  • EU
    In der EU seit 2002 als Somavert zentral über die EMA zugelassen zur Behandlung der Akromegalie bei Erwachsenen.
  • USA
    In den USA seit 2003 von der FDA als Somavert zugelassen zur Behandlung der Akromegalie.

Wie es wirkt

Pegvisomant bindet an den Wachstumshormon-Rezeptor, verhindert aber wegen seiner gentechnischen Austausche die Formänderung, die für die Signalweiterleitung nötig ist. Wachstumshormon wirkt normalerweise, indem es zwei Rezeptoruntereinheiten zusammenbringt. Pegvisomant blockiert diese Paarung, sodass die Leber weniger IGF-1 bildet. Da die Krankheitsaktivität bei Akromegalie dem IGF-1 folgt, bessern sich die Beschwerden.

Besonders: Es wirkt am Rezeptor und senkt die Wachstumshormon-Produktion des Hirnanhangdrüsentumors nicht. Das gemessene Wachstumshormon steigt deshalb sogar, während IGF-1 sich normalisiert. Die PEG-Kopplung verlängert die Halbwertszeit.

Was die Forschung zeigt

In einer kontrollierten Studie normalisierte Pegvisomant bei etwa 90 % der Behandelten den IGF-1-Spiegel, begleitet von einer Besserung der Symptome. Die Therapie wird anhand des IGF-1 gesteuert.

Da der Tumor nicht schrumpft, werden die Betroffenen regelmäßig bildgebend kontrolliert.

StudieModellErgebnis
Kontrollierte ZulassungsstudieMenschen mit AkromegalieIGF-1 bei etwa 90 % der Behandelten normalisiert, mit Besserung der Symptome.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Häufig sind Reaktionen an der Einstichstelle einschließlich Fettgewebsverdickungen (Lipohypertrophie), Infekte wie Erkältungen, Schmerzen, Übelkeit und Durchfall, grippeähnliche Beschwerden und veränderte Leberwerte.

Ernster sind erhöhte Leberenzyme und selten Leberschäden, weshalb die Leberwerte kontrolliert werden. Bei Diabetes kann der Blutzucker sinken, sodass Medikamente angepasst werden müssen. Wegen des nicht behandelten Tumors ist eine regelmäßige Größenkontrolle nötig.

Was du im Blick behalten solltest

  • IGF-1
    Die Therapie wird anhand des IGF-1-Spiegels gesteuert.
  • ALT (GPT)
    Erhöhte Leberenzyme und selten Leberschäden sind bekannte Effekte.
  • AST (GOT)
    Wird zusammen mit ALT zur Kontrolle der Leber herangezogen.
  • Nüchternglukose
    Bei Diabetes kann sich der Blutzucker verändern.

Häufige Fragen

Wofür wird Pegvisomant eingesetzt?

Worin unterscheidet sich Pegvisomant von Somatostatin-Analoga?

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Quellen

  1. EMA: Somavert

Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion