Zulassung
- EUIn der EU seit 2008 als Firazyr zentral über die EMA zugelassen zur Behandlung akuter Attacken des hereditären Angioödems.
- USAIn den USA seit 2011 von der FDA zugelassen für akute Attacken des hereditären Angioödems bei Erwachsenen, auch als Generikum.
Wie es wirkt
Beim hereditären Angioödem fehlt der C1-Inhibitor oder er funktioniert nicht richtig. Dadurch bildet der Körper zu viel Bradykinin, das an B2-Rezeptoren der Blutgefäße bindet, sie weitet und Flüssigkeit ins Gewebe austreten lässt. Es entstehen Schwellungen und Schmerzen.
Icatibant besetzt den B2-Rezeptor als Gegenspieler, sodass Bradykinin dort nicht wirken kann und die Attacke abklingt. Weil es unabhängig von der Ursache am Rezeptor ansetzt, wirkt es bei bradykinin-vermittelten Attacken.
Was die Forschung zeigt
In der randomisierten Studie FAST-3 verkürzte Icatibant die mediane Zeit bis zu einer spürbaren Linderung auf etwa 2 Stunden, gegenüber rund 20 Stunden unter Placebo. Zulassungsgrundlage sind randomisierte Studien dieser Art.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| FAST-3 | Mensch, randomisiert, placebokontrolliert | Mediane Zeit bis zur spürbaren Linderung etwa 2 Stunden gegenüber rund 20 Stunden unter Placebo. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Reaktionen an der Einstichstelle wie Rötung, Schwellung, Schmerz und Juckreiz treten fast immer auf. Dazu kommen Fieber und Schwindel. Nach der Zulassung wurden Nesselsucht gemeldet. Bei Attacken im Kehlkopfbereich können verzögert Atemwegsbeschwerden auftreten, sie gehören daher unter ärztliche Beobachtung.
Häufige Fragen
Wofür wird Icatibant verwendet?
Was ist das hereditäre Angioödem?
Ersetzt Icatibant den Arztbesuch bei Atemwegsschwellung?
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion