Zulassung
- EUIn der EU seit 2022 als Kapruvia zentral über die EMA zugelassen bei mittelschwerem bis schwerem Juckreiz bei chronischer Nierenerkrankung unter Hämodialyse.
- USAIn den USA seit 2021 von der FDA zugelassen (Korsuva) bei mittelschwerem bis schwerem Juckreiz bei chronischer Nierenerkrankung unter Hämodialyse.
Wie es wirkt
Kappa-Opioid-Rezeptoren sitzen auf peripheren Nervenfasern, die Juckreiz melden, und auf Immunzellen. Die Aktivierung dämpft die Weiterleitung von Juckreizsignalen und könnte die Freisetzung entzündungs- und juckreizfördernder Botenstoffe verringern.
Weil das wasserlösliche Peptid die Blut-Hirn-Schranke kaum überwindet, bleiben Euphorie, Abhängigkeit und Atemdepression aus, wie sie bei klassischen Opioiden am Mu-Rezeptor auftreten.
Was die Forschung zeigt
Die Zulassung beruht auf den randomisierten, placebokontrollierten Studien KALM-1 und KALM-2. In KALM-1 erreichten über zwölf Wochen deutlich mehr Behandelte als unter Placebo eine bedeutsame Verbesserung der Juckreizstärke, begleitet von besserer juckreizbezogener Lebensqualität.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| KALM-1 | Erwachsene unter Hämodialyse mit Juckreiz | Mehr Personen mit bedeutsamer Juckreizminderung nach 12 Wochen als unter Placebo. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Häufig sind Durchfall, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und erhöhte Kaliumwerte. Schwindel, Schläfrigkeit sowie Veränderungen der geistigen Verfassung und des Gangs können das Sturzrisiko erhöhen, besonders zusammen mit sedierenden Medikamenten.
Bei gleichzeitiger Gabe anderer das Zentralnervensystem dämpfender Mittel ist Vorsicht geboten.
Häufige Fragen
Wofür ist Difelikefalin zugelassen?
Ist Difelikefalin ein Opioid?
Wie wird Difelikefalin gegeben?
Ähnliche Peptide
Peptid-BibliothekQuellen
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion