Zulassung
- EUIn der EU nicht zugelassen: Der Antrag für Kalbitor wurde 2011 vom Hersteller vor einer Entscheidung der EMA zurückgezogen.
- USAIn den USA von der FDA seit 2009 zugelassen zur Behandlung akuter Attacken des hereditären Angioödems (ab 12 Jahren).
Wie es wirkt
Plasma-Kallikrein spaltet das Protein hochmolekulares Kininogen und setzt dabei Bradykinin frei. Dieser Botenstoff macht Blutgefäße durchlässig und verursacht beim hereditären Angioödem die Schwellungen. Ecallantid blockiert Kallikrein und verringert so die Bildung von Bradykinin.
Damit greift es weiter oben im Prozess ein als Wirkstoffe, die den Bradykinin-Rezeptor direkt blockieren. In der Studie EDEMA3 verbesserte es Symptom- und Behandlungsergebnis-Werte gegenüber Placebo.
Was die Forschung zeigt
Die Zulassung stützt sich auf randomisierte, placebokontrollierte Studien, darunter EDEMA3. Dort besserten sich die Symptomwerte unter Ecallantid signifikant stärker als unter Placebo.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| EDEMA3 | Menschen mit akuter Attacke eines hereditären Angioödems, gegen Placebo | Symptomschwere und Behandlungsergebnis verbesserten sich signifikant stärker als unter Placebo. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Der Wirkstoff trägt einen Warnhinweis (Boxed Warning) wegen Anaphylaxie und darf nur von Fachpersonal verabreicht werden, das solche Reaktionen behandeln kann. Allergische Reaktionen lassen sich von einer Angioödem-Attacke schwer unterscheiden. Häufig sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Fieber, Reaktionen an der Einstichstelle und Nasen-Rachen-Entzündungen.
Häufige Fragen
Kann man Ecallantid selbst anwenden?
Was ist hereditäres Angioödem?
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion