Zulassung
- EUIn der EU seit 1997 als Revasc zentral über die EMA zugelassen, die Zulassung wurde 2014 auf Antrag des Herstellers zurückgezogen.
- USA2003 in den USA von der FDA zugelassen zur Vorbeugung tiefer Beinvenenthrombosen nach Hüftgelenkersatz; das Präparat Iprivask wird dort nicht mehr vertrieben.
Wie es wirkt
Desirudin ist ein direkter Thrombinhemmer. Thrombin wandelt Fibrinogen in Fibrin um, das Gerinnsel bildet, und aktiviert Blutplättchen. Desirudin bindet Thrombin an zwei Stellen gleichzeitig und blockiert es dadurch fest.
Anders als Heparin braucht es kein Antithrombin und kann auch bereits im Gerinnsel gebundenes Thrombin hemmen. Hergestellt wird es in Hefezellen, nicht aus Blutegeln.
Was die Forschung zeigt
In der zulassungsrelevanten Studie bei elektivem Hüftgelenkersatz senkte Desirudin die Rate bestätigter tiefer Beinvenenthrombosen im Vergleich zu unfraktioniertem Heparin, ohne dass mehr Blutungen auftraten.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Zulassungsstudie | Patienten mit elektivem Hüftgelenkersatz | Weniger bestätigte tiefe Beinvenenthrombosen als unter unfraktioniertem Heparin, ohne mehr Blutungen |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Das Hauptrisiko sind Blutungen. Häufig sind außerdem Reaktionen an der Einstichstelle, Blutarmut und Übelkeit.
Wie bei anderen Gerinnungshemmern besteht bei Rücken- oder Periduralanästhesie die Gefahr von Blutungen im Wirbelkanal mit möglicher Lähmung. Bei Nierenschwäche ist Vorsicht nötig, und es können Antikörper gegen Hirudin entstehen.
Was du im Blick behalten solltest
- BlutbildDas Hauptrisiko sind Blutungen, außerdem kommt Blutarmut häufig vor.
- KreatininDesirudin wird über die Niere ausgeschieden, bei Nierenschwäche ist Vorsicht nötig.
Häufige Fragen
Ist Desirudin noch erhältlich?
Woher stammt Hirudin?
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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion