Zulassung
- EUIn Deutschland seit 2015 als Empressin national zugelassen für katecholaminrefraktäre Hypotonie bei septischem Schock bei Erwachsenen.
- USAIn den USA 2014 von der FDA zugelassen (Vasostrict) zur Blutdruckanhebung bei Erwachsenen mit vasodilatatorischem Schock trotz Flüssigkeit und Katecholaminen.
Wie es wirkt
Vasopressin wirkt vor allem über V1a-Rezeptoren an der glatten Muskulatur der Gefäße. Sie ziehen sich zusammen, der Gefäßwiderstand und der Blutdruck steigen. An den V2-Rezeptoren der Niere fördert es die Wasserrückresorption, das ist die antidiuretische Wirkung.
Dieser Blutdruckeffekt läuft über einen anderen Signalweg als bei Katecholaminen wie Noradrenalin. Deshalb kann Vasopressin zusätzlich stützen, wenn diese allein nicht ausreichen.
Was die Forschung zeigt
In der VASST-Studie senkte die Zugabe von niedrig dosiertem Vasopressin zu Noradrenalin die 28-Tage-Sterblichkeit nicht gegenüber Noradrenalin allein. Eine Untergruppe mit weniger schwerem Schock zeigte einen möglichen Vorteil.
Vasopressin dient daher vor allem dazu, den Druck zu halten und die Dosis anderer Vasopressoren zu verringern.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| VASST | Patienten im septischen Schock | Kein Unterschied bei der 28-Tage-Sterblichkeit gegenüber Noradrenalin allein, möglicher Vorteil bei weniger schwerem Schock |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Häufig sind ein verringertes Herzzeitvolumen sowie Herzrhythmusstörungen oder ein verlangsamter Herzschlag.
Ernster sind verminderte Durchblutung von Herz, Darm, Fingern, Zehen oder Haut mit möglichen Gewebeschäden, niedriges Natrium im Blut und Gewebeschäden, wenn die Infusion neben die Vene läuft. Die Gabe erfolgt unter Überwachung im Krankenhaus.
Was du im Blick behalten solltest
- BlutdruckVasopressin wird gegeben, um den Blutdruck beim Schock anzuheben.
- NatriumNiedriges Natrium im Blut ist eine ernste Nebenwirkung.
Häufige Fragen
Ist Vasopressin dasselbe wie Adiuretin?
Wann wird Vasopressin eingesetzt?
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