Selepressin

Selepressin sollte bei septischem Schock den Blutdruck stützen. Die entscheidende Studie wurde wegen fehlenden Nutzens abgebrochen, es ist nicht zugelassen.

Wirkstoffklasse
Selektiver Vasopressin-V1a-Agonist
Bereich
Herz & Blut
Status
In klinischer Prüfung
Studienlage
Kaum untersucht
Aktualisiert
30. Oktober 2026

Zulassung

  • EU
    In der EU nicht als Arzneimittel zugelassen; die Entwicklung bei septischem Schock wurde nach der Studie SEPSIS-ACT beendet.
  • USA
    In den USA nicht zugelassen. Die Entwicklung wurde nach der gescheiterten Phase-2b/3-Studie eingestellt.

Wie es wirkt

Selepressin aktiviert den V1a-Rezeptor, was die Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Die Beschränkung auf V1a hatte drei Ziele: den Druckeffekt zu erreichen, Wasserrückhalt und andere Effekte des V2-Rezeptors zu vermeiden, die das nicht selektive Vasopressin mit auslöst, und den Bedarf an Katecholaminen wie Noradrenalin zu senken.

Das beschreibt die Wirkidee. Wie die Studie zeigte, führte sie nicht zu besseren Ergebnissen.

Was die Forschung zeigt

Die adaptive Phase-2b/3-Studie SEPSIS-ACT bei Erwachsenen mit septischem Schock wurde wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen. Beim Hauptziel, den Tagen ohne Beatmung und ohne Kreislaufmittel, gab es keinen signifikanten Unterschied zu Placebo, ebenso wenig bei wichtigen Nebenzielen wie der Sterblichkeit nach 90 Tagen.

Die Humanstudien sprechen damit nicht für einen Nutzen.

StudieModellErgebnis
SEPSIS-ACT, Phase 2b/3Mensch, randomisiert, septischer SchockWegen Aussichtslosigkeit gestoppt; kein signifikanter Unterschied zu Placebo bei Hauptziel und 90-Tage-Sterblichkeit.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Die ausgewertete Quelle enthält keine Angaben zu Nebenwirkungen. Da der Wirkstoff nicht zugelassen ist und die Entwicklung eingestellt wurde, fehlt eine geprüfte Fachinformation. Eine Anwendung außerhalb von Studien ist nicht vorgesehen.

Häufige Fragen

Wofür sollte Selepressin eingesetzt werden?

Warum wurde die Entwicklung gestoppt?

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Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion