Zulassung
- EUIn der EU nicht als Arzneimittel zugelassen; die Entwicklung bei septischem Schock wurde nach der Studie SEPSIS-ACT beendet.
- USAIn den USA nicht zugelassen. Die Entwicklung wurde nach der gescheiterten Phase-2b/3-Studie eingestellt.
Wie es wirkt
Selepressin aktiviert den V1a-Rezeptor, was die Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Die Beschränkung auf V1a hatte drei Ziele: den Druckeffekt zu erreichen, Wasserrückhalt und andere Effekte des V2-Rezeptors zu vermeiden, die das nicht selektive Vasopressin mit auslöst, und den Bedarf an Katecholaminen wie Noradrenalin zu senken.
Das beschreibt die Wirkidee. Wie die Studie zeigte, führte sie nicht zu besseren Ergebnissen.
Was die Forschung zeigt
Die adaptive Phase-2b/3-Studie SEPSIS-ACT bei Erwachsenen mit septischem Schock wurde wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen. Beim Hauptziel, den Tagen ohne Beatmung und ohne Kreislaufmittel, gab es keinen signifikanten Unterschied zu Placebo, ebenso wenig bei wichtigen Nebenzielen wie der Sterblichkeit nach 90 Tagen.
Die Humanstudien sprechen damit nicht für einen Nutzen.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| SEPSIS-ACT, Phase 2b/3 | Mensch, randomisiert, septischer Schock | Wegen Aussichtslosigkeit gestoppt; kein signifikanter Unterschied zu Placebo bei Hauptziel und 90-Tage-Sterblichkeit. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Die ausgewertete Quelle enthält keine Angaben zu Nebenwirkungen. Da der Wirkstoff nicht zugelassen ist und die Entwicklung eingestellt wurde, fehlt eine geprüfte Fachinformation. Eine Anwendung außerhalb von Studien ist nicht vorgesehen.
Häufige Fragen
Wofür sollte Selepressin eingesetzt werden?
Warum wurde die Entwicklung gestoppt?
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Peptid-BibliothekDiese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion