Zulassung
- EUIn der EU seit Dezember 2022 als Pluvicto zentral über die EMA zugelassen für PSMA-positiven, metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakrebs nach Vorbehandlung.
- USAIn den USA seit 2022 von der FDA als Pluvicto zugelassen für PSMA-positiven, metastasierten Prostatakrebs, die Zulassung wurde schrittweise erweitert.
Wie es wirkt
Prostatakrebszellen tragen oft viel PSMA auf der Oberfläche. Der Zielanteil des Medikaments bindet daran, und das gekoppelte Lutetium-177 sendet Betastrahlung mit kurzer Reichweite aus. So wird die Strahlendosis im Tumor und seiner unmittelbaren Umgebung konzentriert, während entfernteres gesundes Gewebe weniger belastet wird. In den Zielzellen entstehen tödliche DNA-Schäden.
Vor der Behandlung bestätigt ein PSMA-PET, dass das Ziel vorhanden ist.
Was die Forschung zeigt
In der Studie VISION verbesserte die Radioligandentherapie zusätzlich zur Standardbehandlung sowohl das bildgebende progressionsfreie Überleben als auch das Gesamtüberleben, bei Männern, deren Erkrankung nach Hormon- und Chemotherapie fortgeschritten war. Auf diese Daten stützt sich die Zulassung.
Die späteren Erweiterungen auf frühere Therapielinien beruhen auf weiteren Studien, deren Einzelzahlen die Quelle nicht nennt.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| VISION | Mensch, randomisiert, fortgeschrittener PSMA-positiver Prostatakrebs | Zusätzlich zur Standardtherapie besseres progressionsfreies und Gesamtüberleben als Standardtherapie allein. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Häufig sind Müdigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit, Appetitminderung, Blutarmut und Verstopfung. Ernster sind eine Unterdrückung des Knochenmarks, Nierenschäden, Strahlenexposition mit Schutzmaßnahmen für das Umfeld sowie mögliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Die Behandlung erfolgt in spezialisierten Zentren.
Was du im Blick behalten solltest
- BlutbildDie Behandlung kann das Knochenmark unterdrücken und eine Blutarmut verursachen.
- eGFRNierenschäden sind ein bekanntes Risiko, der Wert zeigt die Nierenfunktion.
Häufige Fragen
Wer kommt für diese Therapie infrage?
Ist das eine Chemotherapie?
Wird sie gespritzt oder als Tablette gegeben?
Ähnliche Peptide
Peptid-BibliothekQuellen
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion