Zulassung
- EUIn der EU zentral über die EMA zugelassen, u. a. Insulin lispro (Humalog, 1996), Glargin (Lantus, 2000), Glulisin (Apidra, 2004) und Degludec (Tresiba, 2013).
- USAIn den USA seit 1996 von der FDA zugelassen (zuerst Lispro), zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle bei Diabetes.
Wie es wirkt
Insulinanaloga binden wie natürliches Insulin an den Insulinrezeptor von Muskel-, Fett- und Leberzellen. Die Zellen nehmen dadurch Glukose aus dem Blut auf, speichern Zucker, Fett und Eiweiß, und die Leber gibt weniger Glukose ab. Der Blutzucker sinkt. Der Austausch einzelner Aminosäuren oder ein angehängter Fettsäurerest ändern daran nichts, sondern nur, wie schnell das Insulin aufgenommen wird und wie lange es wirkt.
Schnellwirksame Analoga (Lispro, Aspart, Glulisin) zerfallen nach der Injektion rasch in einzelne Moleküle. Langwirksame (Glargin, Degludec, Detemir) werden so gebaut, dass sie ausfallen oder an Albumin binden und langsam freigesetzt werden. Zusammen ahmen sie das natürliche Muster besser nach als ältere Insuline.
Was die Forschung zeigt
Die Zulassung der Analoga beruht auf umfangreichen klinischen Studien. In der Treat-to-Target-Studie erreichte ein größerer Anteil der Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes sein HbA1c-Ziel ohne dokumentierte nächtliche Unterzuckerung, wenn zu Tabletten ein Basalanalogon statt des älteren NPH-Insulins gegeben wurde.
Die Geschichte begann mit Lispro 1996, Glargin folgte im Jahr 2000. Detemir wurde in den USA Ende 2024 vom Markt genommen.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Treat-to-Target | Typ-2-Diabetes, Basalanalogon zusätzlich zu Tabletten, Vergleich mit NPH-Insulin | Mehr Personen erreichten das HbA1c-Ziel ohne dokumentierte nächtliche Unterzuckerung. |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Wichtigste und häufigste Nebenwirkung ist Unterzuckerung (Hypoglykämie), die schwer verlaufen und zu Krampfanfällen oder Bewusstlosigkeit führen kann. Weitere Effekte sind Gewichtszunahme, Reaktionen an der Einstichstelle, Fettgewebsveränderungen (Lipodystrophie) und niedriges Kalium.
In Kombination mit bestimmten Diabetes-Tabletten (Thiazolidindione) können Wassereinlagerungen und Herzinsuffizienz auftreten. Insulinpens dürfen nie von mehreren Personen benutzt werden, auch nicht mit gewechselter Nadel.
Was du im Blick behalten solltest
- NüchternglukoseZeigt, wie gut der Blutzucker eingestellt ist, und hilft, Unterzuckerungen zu erkennen.
- HbA1cLangzeitwert für den Blutzucker, an dem die Wirkung der Therapie gemessen wird.
- KaliumNiedriges Kalium gehört zu den berichteten Effekten von Insulin.
- KörpergewichtGewichtszunahme ist eine bekannte Nebenwirkung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Insulinanaloga und Humaninsulin?
Welche Insulinanaloga gibt es?
Sind Insulinanaloga Peptide?
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Peptid-BibliothekQuellen
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. Keine Empfehlung und kein Therapieplan. Welche Werte für dich sinnvoll sind und wie oft, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. So arbeitet die Redaktion