Zulassung
- EUEin EU-Zulassungsstatus für Plecanatid konnte nicht bestätigt werden.
- USA2017 in den USA von der FDA zugelassen (Trulance) bei chronischer idiopathischer Verstopfung, später auch beim Reizdarmsyndrom mit Verstopfung bei Erwachsenen.
Wie es wirkt
Plecanatid aktiviert die Guanylatcyclase-C an der Darmschleimhaut. Das erhöht cGMP und fördert die Abgabe von Chlorid, Bikarbonat und Wasser in den Darm. Der Stuhl wird weicher und die Darmpassage beschleunigt.
Die Aktivität ist pH-abhängig und im leicht sauren oberen Dünndarm am höchsten, ähnlich dem körpereigenen Signal. Systemisch wird der Wirkstoff kaum aufgenommen.
Was die Forschung zeigt
In einer Phase-3-Studie bei chronischer idiopathischer Verstopfung lag der Anteil dauerhaft ansprechender Patienten unter Plecanatid bei etwa 21 %, unter Placebo bei rund 10 %. Durchfall war die häufigste Nebenwirkung.
| Studie | Modell | Ergebnis |
|---|---|---|
| Phase-3-Studie | Chronische idiopathische Verstopfung | Dauerhaftes Ansprechen bei etwa 21 % gegenüber rund 10 % unter Placebo |
Nebenwirkungen und Sicherheit
Die häufigste Nebenwirkung ist Durchfall, der in schweren Fällen zu Flüssigkeitsverlust führen kann.
Das Mittel trägt eine Warnung: Bei Kindern besteht das Risiko schwerer Austrocknung, unter 6 Jahren ist es kontraindiziert. Auch bei bekanntem oder vermutetem mechanischem Darmverschluss darf es nicht angewendet werden.
Was du im Blick behalten solltest
- ElektrolyteStarker Durchfall kann zu Flüssigkeits- und Salzverlust führen.
Häufige Fragen
Wird Plecanatid vom Körper aufgenommen?
Ist Plecanatid in Deutschland zugelassen?
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