Copper tripeptide-1

Kupfertripeptid-1 (GHK-Cu) steckt in Hautpflege für ein glatteres Hautbild. Labor- und Tierdaten sind umfangreich, unabhängige Humanstudien dagegen rar.

Wirkstoffklasse
Kupferpeptid (GHK-Cu), Kosmetikwirkstoff
Bereich
Haut & Alterung
Status
Kosmetischer Wirkstoff
Studienlage
Teilweise untersucht
Studien in der Übersicht
0 am Menschen, 2 an Tieren oder Zellen
Aktualisiert
30. Oktober 2026

Zulassung

  • EU
    Kosmetischer Inhaltsstoff nach der EU-Kosmetikverordnung; Kosmetika brauchen keine Arzneimittelzulassung, der Hersteller muss ihre Sicherheit belegen.
  • USA
    In den USA nicht als Arzneimittel zugelassen.

Wie es wirkt

Das Peptid GHK kommt natürlich im Körper vor, seine Menge nimmt mit dem Alter ab. In Zell- und Tierversuchen regte GHK-Cu Fibroblasten an, Kollagen, Elastin und Glykosaminoglykane zu bilden, also Bausteine, die der Haut Struktur und Polster geben. Zudem beeinflusst es Enzyme, die diese Matrix abbauen, liefert Kupfer als Mineral für Reparaturprozesse und zeigte antioxidative Effekte.

Genexpressionsanalysen deuten außerdem auf entzündungsdämpfende Effekte und vermehrte Gefäßneubildung hin. Das sind überwiegend präklinische Befunde aus Zellen und Tieren; in Kosmetika wird der Nutzen deshalb nur als Verbesserung des Hautbilds beschrieben.

Was die Forschung zeigt

Übersichtsarbeiten fassen umfangreiche Labor- und Tierdaten zu Matrixaufbau und Wundheilung zusammen, viele davon stehen im Umfeld der Hersteller. In einer unabhängigen randomisierten Studie mit 13 Patienten nach CO2-Laserbehandlung fanden verblindete Beurteiler keinen signifikanten Unterschied bei Rötung oder Hautqualität, die Teilnehmenden selbst bewerteten ihre Haut jedoch besser (p = 0,04).

GHK-Cu wurde zudem in Tierversuchen gespritzt untersucht. Diese Ergebnisse sagen nichts über Wirkungen beim Menschen aus und betreffen nicht die Anwendung auf der Haut.

StudieModellErgebnis
Randomisierte Studie nach CO2-Laser-Resurfacing13 Patienten, Pflege mit GHK-Cu, verblindete BewertungKein signifikanter Unterschied bei Rötung und Hautqualität; Selbstbewertung der Patienten besser (p = 0,04).
KreuzbandrekonstruktionRatten, wöchentliche Gelenkinjektionen über 4 WochenNach 6 Wochen geringere Kniegelenklockerung als unter Kochsalz (p = 0,009), nach 12 Wochen kein signifikanter Unterschied.
Akute Lungenschädigung durch LipopolysaccharidMäuseGHK-Cu senkte TNF-alpha und IL-6 über Hemmung der Signalwege NF-κB p65 und p38 MAPK.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Auf der Haut gilt GHK-Cu als gut verträglich. Sehr hohe Kupferkonzentrationen können reizen, empfindliche Haut reagiert bei jedem neuen Produkt gelegentlich, ein Test an einer kleinen Stelle ist ratsam. Starke Säuren, etwa hoch dosiertes Vitamin C, können das Kupferpeptid in einer Rezeptur destabilisieren, das betrifft aber die Formulierung und nicht die Sicherheit. Zu Injektionen am Menschen liegen keine belastbaren Daten vor.

Häufige Fragen

Ist GHK-Cu ein Medikament?

Was bedeutet Kupferpeptid in der Hautpflege?

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Peptid-Bibliothek

Quellen

  1. EU-Kommission: CosIng, Datenbank für kosmetische Inhaltsstoffe

Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion