Zulassung
- EUKosmetischer Inhaltsstoff nach der EU-Kosmetikverordnung; Kosmetika brauchen keine Arzneimittelzulassung, der Hersteller muss ihre Sicherheit belegen.
- USAIn den USA nicht als Arzneimittel zugelassen.
Wie es wirkt
Das Peptid ist dem Ende des Nervenproteins SNAP-25 nachempfunden. SNAP-25 gehört zum SNARE-Komplex, über den Nervenzellen Botenstoffe ausschütten, die einen Muskel zur Kontraktion bringen. In Laborversuchen konkurrieren Peptide dieser Familie mit SNAP-25 und stören den Aufbau des Komplexes. Dadurch wird weniger Botenstoff freigesetzt, die kleinen Muskelzuckungen unter der Haut sollen nachlassen.
Ein Knackpunkt ist die Aufnahme: Wie gut ein relativ großes, wasserlösliches Peptid die Hautbarriere überwindet und tiefere Schichten erreicht, ist unklar. Das begrenzt die denkbare Wirkung, die in jedem Fall deutlich schwächer ausfallen dürfte als bei einer ärztlichen Injektion.
Was die Forschung zeigt
Veröffentlichte Humanstudien aus unabhängiger Hand liegen nicht vor. Die Angaben zu einer geringeren Faltentiefe stammen vom Hersteller des Rohstoffs. Das verwandte Argireline ist besser untersucht, unter anderem in einer randomisierten Studie, doch diese Ergebnisse lassen sich nicht einfach auf Acetyl octapeptide-3 übertragen.
Dass es wirksamer sei als Argireline, ist eine Marketingaussage. Ein direkter Vergleich beider Substanzen am Menschen wurde nicht veröffentlicht.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Als Kosmetikwirkstoff gilt Acetyl octapeptide-3 in üblichen Konzentrationen als gut verträglich. Wie bei jedem Pflegeprodukt sind dennoch leichte Rötungen, Reizungen oder allergische Reaktionen möglich. Bei empfindlicher Haut kann ein Test an einer kleinen Hautstelle sinnvoll sein. Unabhängige Sicherheitsdaten sind begrenzt.
Häufige Fragen
Ist SNAP-8 dasselbe wie Argireline?
Wirkt SNAP-8 wie Botox?
Ähnliche Peptide
- Acetyl hexapeptide-8
- Acetyl tetrapeptide-5
- Palmitoyl hexapeptide-12
- Palmitoyl tetrapeptide-7
- Palmitoyl tripeptide-1
- Palmitoyl tripeptide-38
Quellen
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie ist keine Empfehlung, einen Wirkstoff anzuwenden. So arbeitet die Redaktion